Tropensturm überrollt Texas
Wie viel Regen „Harvey“ gebracht hat

Der Tropensturm Harvey bricht Niederschlagsrekorde in den USA. Houston liegt zwar nicht im Zentrum des Sturms, aber der meiste Regen hat die Stadt getroffen. Die Wassermassen im Vergleich.
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DüsseldorfAm späten Dienstag hat der US-Wetterdienst einen Rekord gemeldet. Noch nie ist in den 48 Bundesstaaten außerhalb Alaskas und Hawaii durch ein Sturmtief so viel Regen in einer Region gefallen wie derzeit im Süden Texas‘. Im Ort Cedar Bayou waren bis um 21.29 Uhr Ortszeit 51,88 Zoll Regen gefallen – eine Wassersäule von 1,31 Meter Höhe also.

Einer Schätzung eines privaten Wetterdienstes zufolge hat Harvey vom Wochenende bis zur Nacht auf Mittwoch bereits 80 Milliarden Kubikmeter Regen nach Südtexas gebracht.

Diese Wassermenge entspricht:

  • fast der zweifachen Menge des Inhalts des Bodensees (48 Milliarden Kubikmeter)
  • der Menge Wasser, die der Rhein an 400 Tagen mit durchschnittlicher Strömung in die Nordsee trägt


Fast ein Drittel von Harris County, in dem die texanische Großstadt Harvey, steht unter Wasser. Das überflutete Gebiet entspricht damit den Ausmaßen der Metropolregion London.

In einige Gegenden von Harris County waren die Niederschlagsmessgeräte ausgefallen, wie die Hochwasserschutzbehörde von Harris County mitteilte. Der Grund: Die Behälter waren von oben mit Flutwasser vollgelaufen und konnten den danach gefallenen Regen nicht mehr messen.

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs atmet die Stadt jedoch zunächst auf. Zwar hat Harvey nach einem Abstecher auf den Golf von Mexiko wieder die Küste erreicht – diesmal an der Landesgrenze von Texas und Louisiana. Doch erstmals seit Tagen fällt kein zusätzlicher Regen.

Doch östlich von Houston und in Louisiana fallen am Mittwoch und Donnerstag weitere Millionen Kubikmeter Regen.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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