Tsunami und Super-GAU
Verheerender Giftcocktail verseucht Japans Küste

Japans Regierung sorgt sich um den Pazifik, nachdem weiterhin radioaktives Wasser aus Fukushima ausströmt. Experten fürchten allerdings, dass auch ohne Radioaktivität die Meeresfauna vor Japan längst zerstört ist.
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DüsseldorfDie japanische Regierung befürchtet katastrophale Auswirkungen für den Pazifik, wenn weiterhin radioaktiv verseuchte Substanzen aus dem havarierten AKW Fukushima ins offene Meer strömen. „Wenn die gegenwärtige Lage mit der Anreicherung radioaktiver Substanzen über lange Zeit anhält, wird es riesige Auswirkungen auf den Ozean haben“, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

Schon jetzt rechnen Experten mit unabsehbaren Folgen für die japanische Fischereiwirtschaft. Das Land, dessen Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch mehr als drei Mal so hoch ist wie etwa der von Deutschland, muss nicht nur den Verlust großer Teile seiner Fangflotte verkraften. Auch die Fischgründe selbst sind massiv geschädigt – wofür die austretende Radioaktivität im Gefolge der Fukushima-Havarie nicht einmal die Hauptursache darstellt.

„Hierzulande wird bislang meist übersehen, dass bereits der Tsunami die Fischbestände vor der Pazifikküste im Norden Japans massiv geschädigt hat“, erläutert Michael Welling vom  Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut (VTI), dem Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, im Gespräch mit Handelsblatt Online.

Die ins Meer zurückflutenden Wassermassen seien extrem verschmutzt gewesen. Nicht nur Trümmer, auch Benzin und Heizöl, Müll, Chemikalien und andere Umweltgifte gelangten in großen Mengen ungefiltert ins Meer. „Für die Fische und ihre empfindliche Brut war das ein verheerender Giftcocktail“, so der Wissenschaftler. „Und während die Radioaktivität derzeit nur punktuell das Meer in der Umgebung Fukushimas stark belastet, dürfte diese Giftwelle große Teile der Fischbestände entlang der gesamten nördlichen Pazifikküste Japans zerstört haben.“

Unterdessen wurde bekannt, dass Tepco, Betreiberfirma des havarierten Reaktors, zehn Millionen Liter schwach radioaktiv belastetes Wasser aus dem AKW ins Meer geleitet hat. Es sei 100 Mal stärker verstrahlt als rechtlich zulässig, teilte das Unternehmen mit.

Bei dem Wasser handelt es sich um Kühlwasser, das sich in den Reaktoren angesammelt hat. Es müsse abgelassen werden, um Platz für stärker belastetes Kühlwasser zu schaffen, so die Betreiber.

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  • Ich verstehe nicht, warum sich keiner darüber aufregt, wenn die einfach Millionen Liter von irgendeiner radioaktiven Brühe ins Meer leieten. Die ganze Sache ist den deutschen Medien gerade mal eine kurze Meldung am rande Wert. Es gibt keine Kritik der deutschen Regierung, der UNO, der EU oder von was weiss ich wem.
    Wenn ich meine Blase auf der Straße erleichtern würde (etwas was ich nicht tue, weil ich es für eine Schweinerei halte), dann kommt das Ordnungsamt und verpasst mir zu Recht eine Strafe. Irgendwie ist das unverhältnismäßig.
    Ich würde gerne mal den Test machen, mich vom Ordnungsamt beim Wildpieseln erwischen lassen, und dann die Bezahlung der Strafe mit Verweis auf Fukushima verweigern. Ich möchte die Begründung hören, mit der ein Richter mich zwingen wollte.

  • Das ist in höchstem Maß kriminell gehandelt gegen den Rest der Welt. Die Meere Ozeane sind Global verbunden. Es ist nur eine Frage der Zeit, das die Meere alle verstrahlt , Tot und leer, oder eben die Fische und sonstigen Lebewesen darin radioaktiv verseucht sind. Es lebe der Profit!

  • ..was auch immer Sie nehmen,nehmen Sie weniger davon!!
    1) Was wissen Sie über die sexuelle Orientierung bei TEPCO bzw was hat das mit der Lage dort zu tun??
    2) Tokio wird den Dreck aus v.a. aus der Luft bekommen
    3) Mit 10 H-Bomben werden Sie die Strahlenbelastung wohl kum verringern, oder?!?
    ==> Schon mal an einen anderen Namen gedacht: Wie wärs mit "Hirnblase" statt "Oelblase"??

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