Umweltfreundliche Firmen
Eifrige Bekenntnisse für eine bessere Umwelt

Multinationale Konzerne setzen auf erneuerbare Energien. Sie handeln nicht nur aus bloßer moralischer Verantwortung, sondern auch um Risiken zu mindern, Kosten und Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern zu senken oder wirtschaftliche Chancen zu nutzen. Doch viele Wissenschaftler bleiben skeptisch.

BERLIN. Die Citigroup, die weltweit größte Bankengruppe, will in den nächsten zehn Jahren 50 Mrd. Dollar in den Klimaschutz investieren. Der Plan sieht vor, verstärkt die Kommerzialisierung und Verbreitung alternativer Energien zu fördern und beratend zu unterstützen. So sollen saubere Technologien bei Kunden, in der Bank selbst und in anderen Märkten finanziert werden. Dies Ziel formulierte Anfang Mai Vorstandschef Charles Prince. Die Summe umfasst die fast zehn Mrd. Dollar, die der Konzern bereits investiert, um bis 2011 seine Treibhausgasemissionen um zehn Prozent zu verringern.

Auch andere Finanzinstitute werden aktiv, manche setzen auf Klimaneutralität, indem sie sowohl Energie sparen und erneuerbare Energien einkaufen als auch unvermeidbare Emissionen durch den Ankauf von Klimazertifikaten quasi neutralisieren. Beispiel sind die BayernLB, KFW, Provinzial Rheinland, HSBC oder Swiss Re. Selbst wenn nicht jedes Unternehmen derart konkrete und ehrgeizige Ziele und Zeitvorgaben wie die Citibank formuliert, so bekennen sich doch immer mehr multinationale Unternehmen zum Klimaschutz. Sie handeln nicht nur aus bloßer moralischer Verantwortung, sondern auch um Risiken zu mindern, Kosten und Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern zu senken oder die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen, die sich aus Klimastrategien ergeben. Umwelttechnologien, die auf die Nutzung von erneuerbarer Energie zielen, werden dadurch in den nächsten Jahren starke Wachstumsimpulse erhalten.

Auch der Limonadenproduzent Pepsico zieht mit: In den nächsten drei Jahren will das Unternehmen mehr als 1,1 Mrd. Kilowattstunden erneuerbare Energien einkaufen. Mit einem Schlag ist der Getränkehersteller nun Spitzenreiter unter den Abnehmern von Grünstrom in den USA. In einer Aufstellung der US-Umweltagentur EPA erhält das Unternehmen dafür ein Lob. Auf der Liste stehen auch Wells Fargo, Whole Foods Market, Johnson & Johnson, Starbucks, Dupont sowie die Luftwaffe, das Energieministerium und freilich EPA selbst.

Die British Telekom (BT), die 0,7 Prozent des Stroms im Königreich verbraucht, stellte Ende 2004 komplett auf erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Koppelung um.

Seit 1996 sanken die Emissionen um 60 Prozent, Ziel sind 80 Prozent bis 2010. Die angepeilte Verminderung entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von gut 300 000 Haushalten. Durch seine konsequente Strategie habe das Unternehmen 1,15 Mrd. Pfund eingespart, lobte das Magazin „Business Week“, das BT zum Spitzenreiter der Emissionsminderung kürte. Die Reduzierung bei den Fahrzeugen von 38 Prozent verdopple die Einsparungen nahezu, heißt es.

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