Umweltschonende Erzeugungstechnik
Deutschland ist Weltmeister bei der Windenergie

Die Räder drehen sich: Windenergie erlebt einen bislang einmaligen Aufschwung. Auch wenn der Boom die ganze Welt betrifft, Deutschland konnte sich als internationale Spitzenkraft etablieren - im Technologieexport sind heimische Unternehmen führend.

FRANKFURT. Einen weltweiten Aufschwung der Windenergie erwartet die Deutsche Bank. "Der Markt kommt kräftig in Bewegung", sagte Deutsche-Bank-Energie-Analyst Josef Auer in Frankfurt. Seit dem Jahr 2000 habe sich die weltweit installierte Windenergie-Kapazität vervierfacht. Positiv sei dabei zu werten, dass "Deutschland weltweit führend ist". Deutsche-Bank-Chefökonom Norbert Walter der sich kritisch zur Energiepolitik der Bundesregierung äußerte, forderte in diesem Kontext unter anderem mehr Nüchternheit in der deutschen Energiepolitik. Man dürfe nicht alle erreichten Fortschritte zerreden, sondern solle die globale Vorreiterrolle Deutschland bei der Entwicklung neuer Energietechnologien zur Steigerung der Energieeffizienz nutzen, um den Export anzukurbeln und in Deutschland neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Windenergie biete hierfür sehr gute Chancen. Mit einem Anteil von 28 Prozent an der global installierten Windleistung sei Deutschland vor Spanien, den USA, Indien, Dänemark und China auf Rang eins zu finden. Zudem sei Deutschland größtes Herstellerland für Windanlagen. Es gelte, dieses Fachwissen in die Welt zu transportieren, um vom kommenden Boom der Windenergie zu profitieren, sagte Auer. "Für die deutsche Wirtschaft liegt in diesen globalen Wachstumssegmenten ein sehr großes Potenzial", sagt der Analyst.

Bis zum Jahr 2015 werde die Windenergie weltweit um etwa 20 Prozent pro Jahr wachsen. Die größten Wachstumsraten dürften dann aus den Ländern außerhalb Europas kommen. Bereits heute seien verstärkte Anstrengungen für eine Steigerung der Windkraft-Kapazitäten vor allem in den USA und in China zu beobachten. Hier seien in den nächsten Jahren Steigerungsraten von 30 Prozent pro Jahr zu erwarten, während die Wachstumsdynamik in Europa etwas abflauen und lediglich bei rund 15 Prozent liegen dürfte.

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