Umwelttechnik
Los Angeles sucht eine saubere Zukunft

Los Angeles stößt mehr Kohlendioxid aus als Schweden. Nun will die für ihren beinahe grenzenlosen Smog berüchtigte Metropole die sauberste Stadt der USA werden. Dabei setzen die Verantwortlichen auf Technik europäischer Firmen - speziell deutsche Unternehmen haben gute Chancen.
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LOS ANGELES. Es klingt wie Größenwahn und ist zumindest großspurig: Die für ihren beinahe grenzenlosen Smog berüchtigte Stadt Los Angeles will mit der Förderung erneuerbarer Energien und dem Einsatz neuer Umwelttechnologien schon bald sauberste Stadt der USA werden. Die Metropole hat ein Einzugsgebiet von 18 Mio. Bürgern und stößt mehr Kohlendioxid aus als Schweden. Um das zu ändern, setzen die Verantwortlichen auf Technik europäischer Firmen - und speziell der Deutschen.

"Bei Umweltschutz, erneuerbarer Energie und fortgeschrittener Umwelttechnik heißt Europa für uns: Deutschland", sagte der stellvertretende Bürgermeister von Los Angeles, Romel Pascual, dem Handelsblatt. "Nirgendwo sonst wird vorbildlichere Umweltpolitik betrieben, modernere Umwelttechnik erfunden. Wir laden die deutschen Firmen zur Zusammenarbeit ein."

Die Chancen für deutsche Firmen sind groß, von den Investitionen der Stadt in den Umweltschutz zu profitieren. "Los Angeles hat das engagierteste Programm aller amerikanischen Städte. Deutsche Umwelttechnik ist hier so gefragt wie sonst kaum wo in den USA", sagt Johannes Buchholz, Chef der deutsch-amerikanischen Handelskammer.

Um dies zu fördern hat Buchholz deutsche Unternehmen eingeladen, die sich auf energieeffizienten Gebäudebau spezialisiert haben und sich für Aufträge und Kooperationen mit US-Firmen interessieren. "Tatsächlich sind die Europäer, insbesondere die Deutschen, den Amerikanern noch voraus. Deshalb sollten wir den Zeitvorsprung nutzen, indem wir alleine oder in Zusammenarbeit mit US-Firmen tätig werden", sagt Michael Blyzka, Verkaufsmanager des Bielefelder Unternehmens Schüco, das auf Fenster- und Solartechnik in Häusern spezialisiert ist.

Blyzka beobachtet, dass mittlerweile auch High-Tech-Firmen im Silicon Valley mächtig in die Pedale treten, da die Umweltprogramme des Staates Kaliforniens und der bevölkerungsreichsten Region um Los Angeles einen großen Anreiz für amerikanische Clean-Tech-Firmen wie für Risikokapitalgeber sind. "Bisher war Clean Tech nicht der Hauptfokus der Geldgeber und der Firmen, jetzt wird es das zunehmend", sagt Blyzka.

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