UN-Klimarat
Klimaschützer müssen sich kurz fassen

Der Weltklimarat hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In Valencia will er seinen Klimareport für Politiker lesbar machen - aus 15 000 Seiten soll ein zehnseitiges Dokument werden. Der Klimabericht in Light-Version ist notwendige Voraussetzung, um auf der Klimakonferenz von Bali im Dezember konkrete Maßnahmen zu beschließen.

HB VALENCIA. Der Mensch erwärmt die Atmosphäre durch Treibhausgase und gefährdet damit das Leben vieler Millionen Erdenbürger. Das zeigt der diesjährige UN-Klimareport in bislang nicht gekannter Klarheit. Um das, was auf den rund 15 000 Reportseiten aufgelistet ist, in einen für die Politik verdaulichen Happen zu zerlegen, beraten die Mitglieder des Weltklimarats von Montag an eine Woche lang im spanischen Valencia. Auf etwa zehn Seiten wollen sie ihre Ergebnisse herunterbrechen, und damit den Politikern die notwendigen Daten für die Klimakonfernenz von Bali im Dezember an die Hand geben.

Die rund 2500 ehrenamtlich arbeitenden Wissenschaftler des IPCC forschen zwar unabhängig von Regierungen, ihre Resultate müssen aber von den politischen Delegationen der Mitgliedsländer abgesegnet werden. „Daher wird um viele Sätze und einzelne Wörter gefeilscht und gestritten“, erklärt Professor Olav Hohmeyer von der Universität Kiel. Er ist einer der stellvertretenden Vorsitzenden der IPCC- Arbeitsgruppe III. Diese befasst sich damit, wie der Mensch den Klimawandel bremsen kann ­ oder wie er lernt, sich darauf einzustellen.

Der Zwang zur Einigung berge zwar die Gefahr, dass der Text in seiner Schärfe abgemildert wird, sagt der Klimaforscher. „Aber das ist der Preis dafür, dass der Bericht anschließend Konsens ist. Und daraus ergibt sich seine Bedeutung für Bali.“ Denn: „Jedes Statement, das im Konsens von allen Regierungen der Welt akzeptiert wird, ist im Prinzip unumstößlich.“

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