Ungebremster Energiehunger CO2-Emissionen steigen auf Rekordhoch

Die Internationale Energieagentur IEA schlägt Alarm: Der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid war im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie zuvor.
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Die CO2-Emissionen stiegen 2017 auf ein Rekordhoch. Quelle: dpa
Ungebremster Energiehunger

Die CO2-Emissionen stiegen 2017 auf ein Rekordhoch.

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LondonDer weltweite Wirtschaftsaufschwung hat die Schadstoffemissionen in Rekordhöhe getrieben. Im vergangenen Jahr stieg der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) im Zuge der wachsenden Energienachfrage rund um den Globus um 1,4 Prozent und erreichte mit 32,5 Milliarden Tonnen das höchste Niveau aller Zeiten. Das zeigen am Donnerstag vorgelegte Daten der Internationalen Energieagentur (IEA).

IEA-Chef Fatih Birol kritisierte die Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels als deutlich unzureichend. „Beispielsweise hat sich die Verbesserung der weltweiten Energieeffizienz dramatisch verlangsamt, weil die Politik sich weniger darauf konzentriert hat”, betonte er.

Das sind die größten Kraftwerke der Welt
Wasserkraft: Drei-Schluchten-Staudamm (China)
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Der Jangtse liefert das Wasser für dieses gigantische Kraftwerk. 32 Turbinen sorgen für eine Nennleistung von 22.500 Megawatt. Damit ist der Drei-Schluchten-Damm nicht nur das größte Wasserkraft, sondern das größte Kraftwerk überhaupt weltweit.

Groß wie die Leistung war auch die Kritik an dem Bauwerk, das eine einzigartige Landschaft zerstörte und die Umsiedlung vieler Menschen nötig machte. Andererseits dient der Damm auch dem Hochwasserschutz in der oft von den Fluten heimgesuchten Region: Allein im 20. Jahrhundert kamen drei Millionen Menschen bei Überschwemmungen des Jangtse ums Leben.

Kernkraft: Kashiwazaki-Kariwa (Japan)
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Trotz der Reaktorkatastrophe von Fukushima setzt Japan nach wie vor auf die Kernkraft. Das größte Kernkraftwerk ist Kashiwazaki-Kariwa in der japanischen Präfektur Niigata. 8.200 Megawatt liefern seine insgesamt sieben Reaktoren, damit ist die Anlage das leistungsstärkste Kernkraftwerk der Welt.

Seit 1985 in Betrieb, musste das Kraftwerk im Lauf der Jahre wiederholt abgeschaltet werden, unter anderem wegen Beschädigungen durch Erdbeben. So war die Anlage nach einem Beben am 16. Juli 2007 für insgesamt 21 Monate außer Betrieb. Ins Gerede kam der Reaktor auch 2002, nachdem der Betreiber Untersuchungsberichte gefälscht und Störfälle zu vertuschen versucht hatte.

Windkraft: Windpark Gansu (China)
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Am Rand der Wüste Gobi entsteht der weltweit größte Windpark an Land. 2010 gingen hier die ersten Windräder ans Netz, bis 2020 sind Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 20.000 Megawatt geplant. Würden diese Windräder 4000 Stunden im Jahr unter Volllast laufen, ließe sich die Nennleistung von etwa 15 Kernkraftwerken erreichen.

Offshore-Windpark: London Array (GB)
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2013 eröffnete der damalige Premierminister David Cameron den Windpark in der Themsemündung. Mit 175 Windräder und 630 Megawatt Gesamtleistung ist die Anlage die größte ihrer Art weltweit. Eine zweite Ausbaustufe, die zusätzlich 240 Megawatt bringen sollte, wurde 2014 gestoppt - unter anderem wegen möglicher Auswirkungen auf die Seevögel-Population in dem Gebiet.

Thermisches Solarkraftwerk: Ivanpah (USA)
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In der kalifornischen Mojave-Wüste steht das weltgrößte solarthermische Kraftwerk: Mehr als 300.000 Spiegel fokussieren die Sonnenstrahlung auf drei Solartürme. Dort heizt sich Wasser auf, der Wasserdampf wird dann über Turbinen zur Energiegewinnung genutzt. Die Nennleistung der Anlage liegt bei 392 Megawatt.

Photovoltaik-Solarkraftwerk: Longyangxia Dam Solar Park (China)
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Strom aus Sonne gewinnt auch das weltgrößte Photovoltaik-Kraftwerk. Die Anlage im Gebiet der Longyangxia-Talsperre in der chinesischen Provinz Qinghai erstreckt sich über mehr als 20 Quadratkilometer und bringt es auf eine Nennleistung von 850 Megawatt.

Öl: Shoaiba-Kraftwerk (Saudi-Arabien)
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Wo sonst als im Ölstaat Saudi-Arabien sollte das weltgrößte Ölkraftwerk stehen? Auf eine Leistung von 5600 Megawatt bringt es die Anlage an der Küste des Roten Meeres. Das zum Betrieb des Kraftwerks nötige Süßwasser liefern angegliederte Meerwasser-Entsalzungsanlagen, die ihrerseits vom Kraftwerk mit Energie versorgt werden.

Die CO2-Emissionen legten in den meisten großen Volkswirtschaften zu. Ausnahmen waren Mexiko, Japan, Großbritannien und insbesondere die USA, wo es dank des verstärkten Beitrags erneuerbarer Energien den größten Rückgang gab.

Die globale Energienachfrage nahm 2017 um 2,1 Prozent zu. Der Anstieg war mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der vergangenen Jahre. Er wurde laut IEA zu mehr als 70 Prozent von Öl, Erdgas und Kohle gedeckt, der Rest nahezu von erneuerbaren Energien. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kletterte um 6,3 Prozent dank der Ausbreitung von Wind-, Solar- und Wasserkraft.

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1 Kommentar zu "Ungebremster Energiehunger: CO2-Emissionen steigen auf Rekordhoch"

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  • Das ist ein grossartiges Ereignis für die Menschheit!!!

    Energie bedeutet, Heizung, Transport und Strom. Menschen die vor gut 1 Generation noch Hunger litten, Bsp. China, leben nun im Wohlstand. Der Energieverbrauch entwickelt sich im Schnitt paralell mit dem Wohlstand. Insofern ist das eine gute Nachricht.

    Die Aussage "insbesondere die USA, wo es dank des verstärkten Beitrags erneuerbarer Energien den größten Rückgang gab." ist falsch. In den USA gibt es eine starke Substitution von Erdöl und Kohle auf Erdgas das beim Verbrennen weniger CO2 emittiert. Es findet in der Tat in den USA noch ein Zubau umweltschädlicher Windmühlen und Solaranlagen statt. Allerdings sind diese eher unbedeutend und der erzeugte Strom ist als Zufallsstrom nahezu wertlos. Präsident Trump hat mehrere Initiativen zur Reduktion der Subventionen für umweltschädliche "Erneuerbare Energien" unternommen. Bedauerlich ist, dass die zukunftsträchtige Kernenergie stagniert.

    Gut ist auch, dass der Klimaschwindel/Climate Hoax* in den USA an Bedeutung verloren hat.


    *Gem. einer dürftigen aber einst wissenschaftlichen Hypothese sollen die vernachlässigbaren Emissionen des nachrangigen Klimagases CO2 das Klima erwärmen und einen Weltuntergang herbeiführen. Diese Hypothese wurde in den 90er Jahren von den grossen, grünen NGO übernommen und wird in vielen Ländern als Teil einer Art Religion vermarktet.

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