Walhai-Forschung Der größte Fisch ist auch das größte Rätsel der Meere

Der mysteriöse Walhai entzieht sich bislang weitgehend der Forschung. Vor den Galapagos-Inseln setzen Wissenschaftler nun auf direkte Begegnung mit den Giganten.
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In den Gewässern um die Galapagos-Inseln versuchen Forscher, durch direkte Begegnung mit den Tieren mehr über die geheimnisvollen Meeresgiganten zu erfahren. Quelle: AP
Walhai-Beobachtung vor Galapagos

In den Gewässern um die Galapagos-Inseln versuchen Forscher, durch direkte Begegnung mit den Tieren mehr über die geheimnisvollen Meeresgiganten zu erfahren.

(Foto: AP)

Galapagos-InselnEr ist der größte Fisch der Ozeane. Und eines ihrer großen Rätsel. Der Walhai, so massig wie ein Doppeldecker, schafft es trotz seiner Größe, sich vor Forschern in den Tiefen des Meeres zu verstecken. Im Wasser um die Galapagos-Inseln haben Wissenschaftler jetzt ein Projekt gestartet, um dem vom Aussterben bedrohten Koloss auf die Spuren zu kommen.

Seite an Seite mit den gräulich, bräunlich oder bläulich gefärbten und mit Flecken überzogenen Tieren schwammen die Forscher im Sommer und Herbst über Wochen hinweg durch das Meer. Sie beobachteten, versuchten sich an Ultraschallaufnahmen und entnahmen sogar Blutproben – Techniken, die so zuvor noch nie in freier Wildbahn an den Tieren angewandt wurden.

Die Fischgiganten ließen sie gewähren. Anders als die beeindruckende Gestalt mit dem breiten Maul es fürchten lassen mag, ist der Walhai von gutmütiger Natur. Auch der Speiseplan sieht keine menschliche Beigabe vor: Die Zähne sind winzig und nahezu nutzlos. Als Nahrung dienen Plankton und andere Kleinstlebewesen, die aus dem Wasser gefiltert werden, sowie Fischeier und winzige Fische.

Mit Walhaien tauchen
Darwin Island
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Die Insel gehört zum Galapagos-Archipel, wo Forscher Walhaie beobachten.

Walhai-Beobachtung vor Galapagos
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In den Gewässern um die Galapagos-Inseln versuchen Forscher, durch direkte Begegnung mit den Tieren mehr über die geheimnisvollen Meeresgiganten zu erfahren.

Ungefährliche Giganten
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Trotz ihrer Größe sind Walhaie für den Menschen ungefährlich. Die Entnahme von Haut- und Blutproben durch die Forscher ließen die gutmütigen Tiere ruhig über sich ergehen.

Unter Beobachtung
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Einige Tiere wurden mit Sendern ausgestattet, um ihre Wanderungen verfolgen zu können.

Riese mit Hunger auf Zwerge
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Die riesigen Walhaie ernähren sich von Plankton, Kleinkrebsen und winzigen Fischen, die sie aus dem Wasser filtern.

Forschung noch nicht abgeschlossen
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Abgeschlossen ist das Galapagos-Walhai-Projekt noch nicht. Auch in diesem Jahr wollen die Forscher mit den Tieren tauchen.

Was sonst noch bekannt ist von den sanften Riesen, betrifft vor allem das Aussehen. Während der Rücken tarnende Punkte aufweist, ist der Bauch heller gefärbt. Das Maul erstreckt sich über die Breite der flachen Schnauze. Auch wenn die Walhaie von der Masse eher Walen gleichen, verweist der erste Namensbestandteil nur auf diese Ähnlichkeit. Walhaie sind keine Meeressäuger, sondern Haie.

Im Vergleich mit anderen Haien sind sie allerdings nicht besonders schnell. Doch ein Schlag mit dem Schwanz lässt sie immer noch mit einer höheren Geschwindigkeit durchs Wasser schießen, als sie je ein Schwimmer erreichen kann.

Die Tiere, die eine Größe von bis zu 16 Meter erreichen und mehr als 20 Tonnen schwer werden, lieben die warmen Gewässer der Tropen und Subtropen. Regelmäßig sind Schwärme auf Nahrungssuche in wohltemperierten Gegenden rund um den Globus zu finden: in Gewässern vor Australien, den Philippinen, Mexiko oder auch in den Ölfeldern vor Katar.

Zu bestimmten Zeiten im Jahreslauf kommen hier Hunderte Tiere zusammen – vor allem junge Männchen. Eine der offenen Fragen ist, wo sich in dieser Zeit die Weibchen aufhalten.

In den Weiten der Ozeane finden die Tiere noch genügend Verstecke fernab menschlicher Beobachtung. So berichtete der französische Meeresforscher Jacques Cousteau (1910-1997) aus all seinen Jahrzehnten der Erkundung von lediglich zwei Exemplaren, die ihm zu Gesicht kamen.

Um den Wegen der Walhaie zu folgen und mehr über ihr Leben herauszubekommen, haben Meeresbiologen in den vergangenen Jahren immer wieder Tiere mit Peilsendern ausgestattet. Doch das sind bisher nur wenige. „Die Millionen-Dollar-Fragen sind: Wo paaren sie sich, wo jagen sie, und wo leben ihre Jungen?“, sagt Jonathan Green, Direktor des Galapagos-Walhai-Projekts.

Bislang bekamen die Forscher nur ein schwangeres Walhai-Weibchen in die Hände: 1995 wurde ein totes Tier vor der Küste Taiwans gefunden, mit 300 Embryonen im Bauch. Damit bekamen die Wissenschaftler Gewissheit, dass die Walhaie zu den lebendgebärenden Arten gehören. Die Babys im Haibauch waren dabei in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.

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1 Kommentar zu "Walhai-Forschung: Der größte Fisch ist auch das größte Rätsel der Meere"

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  • Mir sind manche Kommentatoren hier auch ein echtes Rätsel.......

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