Weg vom Stromfresser-Image
Google investiert Millionen in Öko-Strom

Einen dreistelligen Millionenbetrag will Google in den nächsten Jahren investieren, um Öko-Strom billiger als Energie aus Kohle zu machen. Der Konzern, der zu den größten Stromfressern im Silicon Valley zählt, will mit dem Projekt unter anderem den eigenen Strombedarf decken.

HB SAN FRANCISCO. Google will mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe den erneuerbaren Energien zum Durchbruch verhelfen. Ziel sei, Öko-Strom billiger als Energie aus Kohlekraftwerken zu machen, teilte der Betreiber der größten Internet-Suchmaschine mit. Hierzu kündete der US-Konzern die Gründung eines Forschungsprojekts an, das Dutzende von Ingenieuren beschäftigen und Geld in neue umweltfreundliche Energiequellen investieren soll.

„Unser Ziel ist die Produktion von einem Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien, der billiger als Kohle-Strom ist. Wir sind optimistisch, dass dies bereits in einigen Jahren möglich ist und nicht erst in einigen Jahrzehnten“, sagte Google-Mitbegründer Larry Page. Mit einem Gigawatt kann eine Großstadt wie San Francisco versorgt werden.

Google will seinen eigenen Stromverbrauch mit dem Projekt decken und den Rest in das öffentliche Stromnetz verkaufen. Der genaue Stromverbrauch von Googles gigantischer Computer-Kapazität ist ein Betriebsgeheimnis, aber der Konzern gehört zu den größten Stromfressern im Silicon Valley. Die Google-Gründer sind große Fans von elektrischen Autos, und auf dem Dach der Zentrale in Mountain View befinden sich schon jetzt Sonnenkollektoren.

In die Initiative mit dem Namen „Renewable Energy Cheaper Than Coal“ (etwa: Erneuerbare Energie, die billiger als Kohle ist) will Google bereits 2008 mehrere zehn Millionen Dollar investieren. Auf lange Sicht seien Investitionen von Hunderten Millionen Dollar für Energieprojekte geplant, um Alternativen Energien zu einem Durchbruch zu verhelfen. „Wir wollen Teil der Lösung sein, und nicht Teil des Problems“, erklärte der Konzern.

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