Weltbankfonds für Tropenwaldschutz
Berlin schmeißt 40 Millionen Euro in den Klimatopf

Der Schutz von Tropenwäldern wird für Entwicklungsländer künftig lukrativ. Die Weltbank hat am Dienstag einen Fonds aufgelegt, um Anreize für den Waldschutz zu schaffen. Mit der Höhe ihres Engagements liegt die Bundesregierung vorn.

HB NUSA DUA. Der Geldtopf sei eine Initiative zum Klimaschutz, sagte Weltbankpräsident Robert Zoellick am Rande der Weltklimakonferenz auf Bali. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte 40 Mill. Euro für den Fonds zu und machte Deutschland damit zum größten Geber. Insgesamt hat der Fonds Zusagen von rund 110 Mill. Euro. Benötigt werden nach Angaben von Zoellick gut 200 Mill. Euro.

„Wir legen besonderen Wert auf zwei Aspekte“, sagte Wieczorek- Zeul. „Die Rechte der einheimischen Bevölkerung müssen respektiert und der Erhalt der Artenvielfalt berücksichtigt werden.“ Nach Angaben von Zoellick haben bereits 30 Tropenwaldländer Interesse an dem Fonds gezeigt. Weltweit sind 1,2 Mrd. Menschen für ihren Lebensunterhalt auf die Wälder angewiesen.

Tropenwälder sind enorme Kohlendioxid-Speicher. Die Vernichtung setzt riesige Mengen Emissionen frei. Das macht nach Schätzungen rund ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Deshalb ist der Erhalt der Wälder bei der Klimakonferenz zu einem Hauptthema geworden. Die Tropenwaldländer verweisen aber darauf, dass sie auf die Einkünfte aus der Abholzung der Wälder angewiesen sind. „Mit diesem Fonds wird es finanziell wertvoll, den Wald zu erhalten, nicht nur, ihn abzuholzen“, sagte Zoellick.

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