Wettbewerb
50 000 Dollar für die Rettung der (Um)Welt

Ideen zur Rettung der (Um)Welt sucht die University of St Andrews im Rahmen eines internationalen, weltweit einzigartigen Wettbewerbs. Dem Sieger des „St Andrews Prize for the Environment“, den die schottische Eliteuniversität zusammen mit dem US-Energiekonzern ConocoPhillips seit 1998 vergibt, winken 50 000 US-Dollar.

Gesucht wird die „praktische Lösung eines Umweltproblems“; besonders geschätzt sind Ideen, die an mehreren Orten weltweit adaptiert werden können, und so „denen Hilfe bringen können, die es am meisten brauchen“.

Der erste „St Andrews Prize for the Environment“ war 1999 an den südafrikanischen Umweltingenieur Daniel Limpitlaw gegangen. Seitdem wurden ganz unterschiedliche Projekte ausgezeichnet, so etwa im Jahre 2000 zwei palästinensische Wissenschaftler für die Nutzung von Abfall aus der Olivenölproduktion oder 2004 der britische Anthropologe Conrad Feather für eine Initiative, die es dem Amazonasvolk der Nahua erlaubt, mittels moderner Technologie ihr Stammesgebiet zu erfassen.

Auch kleine Projekte mit großer Wirkung verdienen die Auszeichnung: 2005 ging der Preis an drei Lehrer aus Zimbabwe, die als Antwort auf den Tod einiger ihrer Schüler durch verseuchtes Wasser, eine einfache „Elephant Pump“ zur Gewinnung von sauberem Trinkwasser erfanden.

Aber nicht nur technische Lösungen sind preiswürdig: Im Jahre 2001 ging der Preis an George Odera Outa von der der Universität Nairobi (Kenia) für ein Kulturprojekt, das traditionelle afrikanische Theaterformen verwendet, um die Bewohner der Region um den Viktoria-See für Umweltfragen zu sensibilisieren. Und 2002 erhielt Dr. Monina Escalada vom International Rice Research Institute der Philippinen für ihre pädagogischen Anstrengungen, eine Million Reisbauern in Nordvietnam davon abzubringen, unnötige Insektizide zu verwenden.

In diesem Jahr waren 265 Wettbewerbsbeiträge eingegangen, drei Projekte kamen in die Endausscheidung. Sieger wurde hier erstaunlicherweise nicht das „Seawater Greenhouse“, ein Projekt, das sich im Prinzip für die etwa 80 Länder weltweit eignet, die durch die Geographie bedingt, eine Region extremer Trockenheit in Meeresnähe darstellen. Das „Seawater Greenhouse“ kehrt die Funktionsweise üblicher Treibhäuser um, und erlaubt durch Kühlung den Anbau von Gemüse und Obst in Regionen, in denen dies normalerweise durch Wassermangel und Hitze nicht möglich ist. Darüber hinaus entsteht Trinkwasser.

Noch besser gefiel der Jury allerdings ein einfaches Projekt. Der St Andrews Prize for the Environment 2007 ging an ein Projekt, bei dem Wasserkraft genutzt wird, um armen Kokosnussbauern in einer abgelegenen Bergregion der Philippinen Licht zu bringen.

Der Wettbewerb 2008 ist nun eröffnet. Teilnehmer müssen bis zum 31.10.07 eine Projektskizze (in englischer Sprache) einreichen, die nicht mehr als eine Seite und 500 Wörter umfassen sollte. Die besten Projekte werden eingeladen, bis Januar 2008 einen umfangreicheren Projektentwurf vorzulegen.

Mehr Informationen finden sich unter » www.thestandrewsprize.com. Auskünfte erteilt auch das St Andrews Prize for the Environment Office, University of St Andrews, St Salvator's College, St Andrews, Fife KY16 9AL; Scotland, U.K.; Tel.: +44 (0) 1334 462 161, E-Mail: » prize@st-andrews.ac.uk

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