Windenergie
Lockruf des Meeres

Die Zukunftsperspektiven für die Windenergie sind glänzend. Die weltweiten Anstrengungen zum Klimaschutz bescheren der Branche ein ungebremstes Wachstum, die Nachfrage nach Windkraftanlagen könnte sich in den nächsten Jahren verzehnfachen. Nach dem Festland strebt die Branche jetzt auch Anlagen auf hoher See an.

DÜSSELDORF. Das Wachstum der Branche für Windenergie lockt immer mehr branchenfremde Investoren an: Susanne Klatten, Erbin der Industriellenfamilie Quandt und Großaktionärin von BMW, hat sich Anfang August mit 20 Prozent am Hamburger Windturbinenbauer Nordex beteiligt. US-Finanzinvestor Blackstone geht einen anderen Weg und engagiert sich als Betreiber von Windkraftanlagen fernab der Küste (Offshore). Die weltweit größte private Beteiligungsgesellschaft investiert eine Mrd. Euro in den Windpark "Meerwind" nordöstlich von Helgoland. 80 Windturbinen sollen frühestens von 2012 an eine halbe Million Haushalte mit Strom versorgen.

Das dänische Beratungsunternehmen BTM Consult erwartet, dass sich die jährliche Nachfrage nach Windkraftanlagen von 15 000 Megawatt (MW) im Jahr 2007 bis zum Jahr 2020 auf 140 000 MW fast verzehnfachen wird. Für die Hersteller von Windturbinen tut sich damit vor allem in den USA und Asien ein riesiger Absatzmarkt auf.

Zehn Unternehmen teilen sich im Moment fast 90 Prozent des Geschäfts: Die Nummer eins der Branche, Vestas aus Dänemark, kommt - gemessen an der installierten Leistung- auf einen Anteil von 22,8 Prozent am Weltmarkt. Es folgen der Ableger des US-Konzerns General Electric, GE Wind, mit 16,6 Prozent. Platz drei belegt die spanische Gamesa mit 15,4 Prozent. An Gamesa ist der spanische Energieversorger Iberdrola mit 24 Prozent beteiligt

Als erstes deutsche Unternehmen folgt auf Platz vier mit 14 Prozent das nicht börsennotierte Familienunternehmen Enercon. Dann kommt der indische Suzlon-Konzern mit 10,5 Prozent, der sich im Juni die Mehrheit am HamburgerWindturbinenbauer Repower gesichert hat. Der Münchener Siemens-Konzern stieg bereits vor Jahren durch den Kauf des dänischen Anbieters Bonus in das dynamisch wachsende Geschäft ein und erreicht aktuell 7,1 Prozent Weltmarktanteil. Nordex belegt mit 3,4 Prozent Platz neun der Rangliste.

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