Wohnen und Bauen
Rundum öko ist bezahlbar

Ökologisch verantwortlich leben ist nicht nur möglich, sondern es gibt inzwischen genügend Anbieter entsprechender Produkte, die zu bezahlbaren Preisen erhältlich sind und Qualität bieten. Übersichten darüber bietet, aufgeteilt auf zahlreiche Produktkategorien von Computern bis zu energieeffizienten Fertighäusern und Geldanlagen, eine besondere Webseite.

In regelmäßigen Abständen stellen die Wissenschaftler des Öko-Instituts in Freiburg für Verbraucher eine Auswahl an hochwertigen Produkten auf ihrer Webseite EcoTopTen vor. Die sind aus Umweltsicht Spitze und haben ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Verbraucher erhalten einen raschen Marktüberblick und Entscheidungshilfen. Für Unternehmen, die hier erscheinen, ist das eine Auszeichnung. Zwei Bundesministerien fördern die Forschung und Kampagne von EcoTopTen.

Aus gutem Grund. Beispiel Wohnen: Ein Drittel der gesamten Umweltbelastungen durch private Haushalte in Deutschland entstehen durch das Bauen und Wohnen – davon entfällt rund 85 Prozent allein durch die Nutzung der Wohngebäude, insbesondere das Heizen. Doch nur zehn Prozent der Heizungen entsprechen dem Stand der Technik und trotzdem brach im ersten Halbjahr die Nachfrage nach nahezu allen Wärmeerzeugern zweistellig ein, ermittelte Anfang September der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH). Das ist kein Ruhmesblatt für das hoch gepriesene Umweltschutztechnologieland Deutschland.

Da wundert es auch nicht, dass die Heizkosten vergangenes Jahr trotz sinkenden Energieverbrauchs teils zweistellig stiegen, wie der bundesweite Heizspiegel des Deutschen Mieterbundes im August ergab. Darmstadt hat darum einen „ökologischen Mietspiegel“ in Auftrag gegeben, der im April 2008 in Kraft treten soll. Dabei werden jetzt auch ökologische und energetische Gebäudedaten berücksichtigt, wie zum Beispiel die Wärmedämmung.

Wie hoch der Energieverbrauch – und damit die Heizkostenrechnung - ist, entscheidet sich bereits beim Bau. Ein gut gedämmtes Gebäude spare unterm Strich während der gesamten Nutzungszeit erheblich mehr Energie beim Heizen ein, als beim Bau für den Mehraufwand an Dämmmaterial benötigt wurde, betont das Öko-Institut. Alle Bauherren sollten daher auf einen möglichst großen Energiestandard setzen. EcoTopTen hat hierzu im Frühjahr erstmals eine Übersicht gemacht. Danach bieten inzwischen acht Fertighaushersteller energieeffiziente Passivhäuser oder Niedrigenergiehäuser im Standardprogramm an: es sind Häuser, die deutlich weniger Energie verbrauchen, als in der Energieeinsparverordnung gefordert. EcoTopTen liefert ergänzend dazu eine Tabelle mit rund 60 Anbietern, die zwar keine Passivhäuser im Standardprogramm führen, aber andere energieeffiziente Fertighaustypen anbieten.

Großes Sparpotenzial besteht auch bei den Hausgeräten. Die sind durchschnittlich zehn Jahre alt und verbrauchen 4500 Kilowattstunden Strom – jedes Jahr. „Rund ein Drittel davon könnte gespart werden, wenn alle Geräte durch aktuelle Modelle ersetzt würden“, verdeutlichte – nicht ganz uneigennützig - BSH Bosch und Siemens Hausgeräte im April auf der internationalen EU/G8-Konferenz zur Energieeffizienz in Berlin. Würde man alle 188 Millionen Geräte in Europa, die älter als zehn Jahre sind, durch energieeffiziente Hausgeräte - diese Produkte sind bereits heute auf dem Markt - ersetzen, ließen sich jährlich bei 22 Megatonnen CO2 einsparen. „Das entspricht immerhin sechs Prozent des EU-Beitrags zum Kyoto-Protokoll“, rechnete BSH vor. Welche Hersteller besonders energieeffiziente Waschmaschinen, Kühlschränke, Herde, Öfen, Geschirrspüler, Fernseher, (Personal) Computer, Drucker & Co zu vernünftigen Preisen anbieten, lässt sich in speziellen Übersichten bei EcoTopTen erfahren.

Auch beim Strom können Haushalte und Betriebe was tun: eine neue Übersicht zeigt, dass es gibt inzwischen sechs bundesweite Ökostromanbieter und 92 regional oder lokal verfügbare Angebote, schön nach Postleitzahlen sortiert. Bei einigen Anbietern gibt es im Vergleich zu konventionellen Anbietern kaum einen Preisaufschlag. Bei den meisten Angeboten liegt der Preisaufschlag deutlich unter 20 Prozent. Es lohnt sich, die örtlichen Anbieter zu vergleichen.

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