40 Jahre Mondlandung
„Wir müssen Lebensraum im All schaffen“

Vor 40 Jahren landeten die ersten Menschen auf dem Mond. Hat sich der Ausflug auf einen fremden Himmelskörper gelohnt? Im Handelsblatt-Interview spricht Tilman Spohn, Direktor des Instituts für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, über die Ergebnisse der Apollo-Missionen - und über die Notwendigkeit, den Weltraum als Lebensraum für die Menschheit zu erschließen.
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Wissen Sie noch, wie Sie die erste Mondlandung erlebt haben?

Es war eine Zeit, die späten 1960er-Jahre, in der sich sehr viel veränderte, die stark von Aufbruch gekennzeichnet war. Irgendwie war das damals fast selbstverständlich: Klar, wir fliegen zum Mond, wir sind ja fast schon da.

Ich war 19 und hatte gerade mein Abitur gemacht. Da hatte man viele Dinge im Kopf, und nicht unbedingt an erster Stelle die Mondlandung. Ich glaube, wir haben damals eine Party gefeiert, und dabei hat jemand den Fernseher angemacht. Aber die Mondlandung hatte damals noch nicht so eine Bedeutung für mich. Meine prägenden Erlebnisse in Sachen Astronomie und Planetenforschung waren eher die Missionen der Voyager-Sonden, die in den 1980er-Jahren die äußeren Planeten des Sonnensystems erkundeten.

Hat sich der Ausflug des Menschen zum Mond gelohnt?

In jedem Fall, und zwar aus drei Gründen: Da ist zum einen die Faszination, die von der technologischen Herausforderung an sich ausgeht. Ich erlebe es immer wieder, welche Begeisterung die Mondmission noch heute gerade bei jungen Menschen auslöst, die zu Zeiten von Apollo 11 noch gar nicht geboren waren. Die Faszination, die von dem ersten Schritt auf einem fremden Himmelskörper ausgeht, ist kaum zu überschätzen. Hätten wir diesen Schritt nicht gewagt, müssten wir uns immer eine gewisse Beschränktheit vorwerfen lassen.

Zum anderen haben sich die Reisen zum Mond aus wissenschaftlicher Sicht gelohnt. Sie haben den Grundstein für ein neues Forschungsgebiet gelegt: die Planetologie. Dank Apollo haben wir erstmals Geisteinsproben von einem anderen Himmelskörper gewonnen, konnten erstmals Messgeräte auf einem solchen Himmelskörper aufstellen. Will man es zuspitzen, so könnte man sagen: Planeten und Monde waren für uns danach nicht mehr bloße Lichtpunkte am Himmel – sie nahmen feste Gestalt an und konnten entsprechend erforscht werden.

Und drittens bedeutete das Apollo-Programm den ersten Schritt in Richtung auf eine dauerhafte Präsenz des Menschen im All. Wir können heute schon absehen, dass die Erde mit dem dauerhaften Wachstum der Bevölkerung irgendwann überfordert sein wird. Und auch wenn sich das jetzt ein wenig nach Science-Fiction anhört: Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir Lebensmöglichkeiten im Weltall schaffen, um dieser Überforderung zu begegnen. Damit meine ich nicht unbedingt Raumstationen auf fremden Monden oder Planeten, sondern eher künstliche Lebensräume im erdnahen Weltraum. Die Apollo-Missionen haben uns gezeigt, dass der Weg ins All offen ist.

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse würden Sie als die wichtigsten der Apollo-Missionen bezeichnen?

Seit den Apollo-Missionen wissen wir, dass der Mond genetisch mit der Erde zusammenhängt. Erde und Mond sind gemeinsam entstanden, und wir gehen heute davon aus, dass der Mond das Ergebnis einer Kollision der Erde mit einem anderen großen Himmelskörper ist. Dabei wurde die äußerste Gesteinshülle der Proto-Erde verdampft. Aus diesem Dampf hat sich nach Abkühlung und Kondensation der Mond gebildet. Übrigens ist der Mond für die Entstehung und Entwicklung des Lebens bedeutsam gewesen. Er stabilisiert durch seine Anziehungskraft die Rotationsachse der Erde und damit die Lage der Klimazonen.

Wir konnten außerdem nachweisen, dass die Mondoberfläche sehr alt ist. Der Mond ist gewissermaßen ein Archiv, in dem die frühe Entwicklung des Erde-Mond-Systems gespeichert ist. Zudem hat uns die Untersuchung des Mondgesteins das Rüstzeug an die Hand gegeben, mit dem wir heute auch die Oberflächen anderer Himmelskörper im Sonnensystem datieren können.

Außerdem konnten die Apollo-Astronauten auf dem Mond erstmals Partikel des Sonnenwindes einfangen und zur Erde bringen. Dadurch waren wir erstmals in der Lage, diesen Partikelstrom von der Sonne genauer zu analysieren.

Insgesamt haben die Apollo-Missionen eine Fülle von wissenschaftlichen Erkenntnissen gebracht – was sich auch daran zeigt, dass es seit 40 Jahren eine internationale Tagung gibt, die „Lunar and Planetary Science Conference“, die sich mit den Ergebnissen der Mondforschung beschäftigt.

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  • Ich erinnere mich. Am 16. Juli 1969, meinem 11. Geburtstag, starteten sie. Die Fernsehbilder der "Mondlandung" sah ich ein paar Tage später.

    Jeder Mensch, der auch nur 3 Wochen auf einer Survival-Station auf Mond oder Mars lebte, würde auf Knien flehen, wieder zurück zur Erde zu dürfen: Schwerkraftverhältnisse, Magnetfelder, Tageslängen - alles, worauf wir seit Millionen Jahren angepasst sind, was unmittelbar auf unseren Organismus einwirkt, völlig anders als auf der Erde. Wenn der Mensch für ein Leben auf Mond oder Mars geschaffen wäre, dann lebten dort Menschen.

    Im Übrigen gehe ich persönlich davon aus, dass die Mondlandungen ein Fake waren, in Wahrheit also nicht einmal statt gefunden haben. Ich bezweifle es allmählich auch, dass in Fort Knox noch US-Gold liegt.

    Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

    "Die Menschheit richte sich danach, was die gerechten und vernünftigen unter den Frauen am Ende des freien und für alle offenen Streites der Argumente wollen, im Kleinen, im Großen, in allem!"

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