40 Jahre Patentübereinkommen
Das Europäische Patentamt feiert sich

Mit der Eröffnung der „Hall of Fame“ des Erfinderpreises feiert das Europäische Patentamt den 40. Jahrestag des Patentübereinkommens. Die Anmeldungen haben sich seitdem stark verändert – vor allem inhaltlich.
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MünchenEinheitlicher, einfacher und billiger sollte der Ideenschutz in Europa werden. Das war das Ziel, als vor 40 Jahren das Europäische Patentübereinkommen (EPÜ) unterzeichnet wurde. Zum Jubiläum zog der Präsident des Europäischen Patentamts (EPA), Benoit Battistelli, am Donnerstag in München eine positive Bilanz.

"Nach 40 Jahren ist offenkundig, dass das EPÜ nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch aus politischer Perspektive einem großen Erfolg den Weg geebnet hat", sagte Battistelli am Rande der Feierlichkeiten zur Eröffnung der "Hall of Fame" des Europäischen Erfinderpreises, die das EPA in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum in München präsentiert. Die Ausstellung ehrt sieben herausragende Erfinder, die in den vergangenen Jahren mit dem vom EPA ausgelobten Erfinderpreis ausgezeichnet worden waren.

Die von zunächst sieben Gründungsstaaten errichtete Europäische Patentorganisation ist mittlerweile auf 38 Mitgliedsstaaten angewachsen, darunter alle Mitgliedsstaaten der EU. Landeten anfangs etwa 4000 Patentanmeldungen pro Jahr auf den Tischen der Patentprüfer, waren es im vergangenen Jahr rund 260.000. Etwa 20 Prozent der Patente kommen aus Deutschland. "Gerade für die deutsche Wirtschaft hat das Europäische Patentamt eine besondere Bedeutung", betont denn auch Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Inhaltlich haben sich die Patentanmeldungen im Laufe der 40 Jahre verändert. Anfangs spielten vor allem die Chemie, Fotografie sowie das Packen, Lagern und Fördern von Gütern die größte Rolle bei den Patentanmeldungen. „Und dann ganz plötzlich kam die digitale Revolution“, sagt Epa-Sprecher Rainer Osterwalder. Im vergangen Jahr seien die Anmeldungen in diesem Bereich am stärksten gewachsen. Das klassische Ingenieurwesen rücke dadurch immer mehr in den Hintergrund.

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