40 Meter hoher Bohrturm an der Aachener Hochschule
Heizwärme aus 2500 Metern Tiefe

Auf der Suche nach einer neuen Energiequelle, entdecken Forscher immer häufiger die Vorteile der Erdwärme. Diese gilt - anders als andere alternative Energiebereiche - als unendlich und effizient. In Aachen startet jetzt ein Modellversuch.

HB AACHEN. Mitten in Aachen bohren Forscher ein 2500 Meter tiefes Loch, aus dem künftig die Heizwärme für einen Universitätsneubau sprudeln soll. Diese „tiefe Erdwärmesonde“ wird nach Erwartung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) 80 Prozent des Heizenergiebedarfs des neuen Studentischen Servicecenters decken, das von 2005 an entstehen soll. Damit würden jährlich 300 Tonnen Kohlendioxid vermieden, hieß es zum Bohrbeginn.

Für die Bohrung mitten in der Innenstadt wurde ein etwa 40 Meter hoher Bohrturm aufgestellt, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Die geplante Tiefe werde in rund drei Monaten erreicht. In das Loch mit einem Durchmesser im Endstück von 21 Zentimetern wird ein doppelwandiges Wasserrohr eingebracht. Im Erdinneren wird das Wasser erhitzt und gibt seine Wärme später an das Gebäude ab. Mit einer Leistung von 450 Kilowatt würde die Erdwärme-Heizung für 200 Einfamilienhäuser ausreichen.

Das „SuperC-Geotherm-Projekt“ soll unter anderem Erfahrungen dazu liefern, wie sich diese Technik der tiefen Erdwärmesonden als Energielieferant für Großgebäude eignet. Die EU fördert das Projekt mit rund 3,4 Millionen Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%