50 Jahre nach seinem Tod
Rätselhafter Albert Einstein

Der Name Albert Einstein steht als Synonym für das Genie schlechthin. Er ist dadurch auch über die Grenzen der Physik hinaus weltberühmt und unsterblich geworden. Dennoch gibt Einstein auch 50 Jahre nach seinem Tod noch Rätsel auf.

HB NEW YORK. Ein halbes Jahrhundert nach Verkündung der speziellen Relativitätstheorie mit der „Formel aller Formeln“, E = mc², ist der Physiker Albert Einstein am 18. April 1955 im amerikanischen Princeton gestorben. Eine geplatzte Schlagader im Bauch ließ ihn im Alter von 76 Jahren innerlich verbluten. Kurz darauf wurden viele Spuren des berühmten Wissenschaftlers verwischt. Ein Pathologe an Princetons städtischem Klinikum bemächtigte sich seines Hirns und hielt es über Jahrzehnte versteckt. Stieftochter Margot verstreute Einsteins Asche auf dessen Wunsch an einem geheimen Ort.

Seine zwei Nachlassverwalter, Freund Otto Nathan und die Sekretärin Helene Dukas, gingen in Einsteins Haus sowie in seinem Labor am Institute for Advanced Studies (IAS) alle Briefe und Dokumente durch und vernichteten, was das Ansehen des Genies posthum beflecken könnte. So gibt Einsteins Leben der Nachwelt auch 50 Jahre nach seinem Tod (18. April) noch Rätsel auf.

Erhalten blieben Einsteins umwälzende Erkenntnisse, allen voran die Relativitäts- und die Quantentheorie, seine Korrespondenz als Jude, Linker, Pazifist und Querdenker und der schriftliche Gedankenaustausch mit namhaften Kollegen und Freunden.

Als Schwiegertochter Frieda einen Stapel früher Liebesbriefe entdeckte und als Buch herausgeben wollte, schoben ihr Einsteins Nachlassverwalter per Gerichtsurteil einen Riegel vor. In anderen Prozessen unterlagen Nathan und Dukas und mussten hinnehmen, dass nach und nach auch Schattenseiten des Jahrhundertgenies ans Licht kommen.

Dutzende von Historikern und Autoren haben den am 14. März 1879 in Ulm geborenen Physiker in mühsamer Detektivarbeit zu entschlüsseln versucht. Aus dem Familienkreis griffen Schwester Maja und der Schwiegersohn Rudolf Kayser zur Feder. „Den einen Freund, den anderen Feind, ein Narziss, der sein Äußeres vernachlässigt, Sonnyboy und Rebell, Menschenfreund und Autist, Weltbürger und Eremit (...)“, folgert Jürgen Neffe in seiner erst im März bei Rowohlt erschienenen „Einstein“-Biografie.

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