60 000 Ski-Unfälle pro Jahr: Spezialjacke schützt vor Skiunfällen

60 000 Ski-Unfälle pro Jahr
Spezialjacke schützt vor Skiunfällen

60 000 Ski-Unfälle pro Jahr haben dazu geführt, dass die Ausrüster-Industrie Schutzkleidung entwickelt hat. Neue Protektoren in Jacken und Rucksäcken sorgen für mehr Sicherheit auf den Ski-Pisten.

MÜNCHEN. Von Tempolimit keine Spur: Mit neuen, immer einfacher zu steuernden Skiern nimmt die Geschwindigkeit auf den Pisten jede Saison zu. Selbst Hobbyläufer erreichen locker Geschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern. Durch das hohe Tempo steigt allerdings auch die Gefahr, zu stürzen und sich zu verletzen. Die Sportindustrie hat reagiert und neue Schutzsysteme entwickelt. Inzwischen werden Protektoren direkt in Jacken und Rucksäcke eingebaut.

Auf den ersten Blick fällt die neue Skijacke „Protector“ von Schöffel lediglich durch ihre grasgrüne Farbe auf. Doch die eigentliche Innovation ist im Inneren versteckt: An Schultern und Ellenbogen hat der schwäbische Outdoor-Ausrüster Protektoren ins Innenfutter integriert. Die Plastikschalen lassen sich individuell anpassen und sollen Skifahrer bei Stürzen vor schmerzhaften Prellungen bewahren. Der Rücken wird zusätzlich über eine spezielle Schlagschutzweste abgesichert, die sich mit Klettverschlüssen an der Jacke befestigen lässt. „Die Skifahrer sind damit ebenso gut geschützt wie Motorradfahrer“, sagt eine Sprecherin von Schöffel. Das Familienunternehmen produziert seit Jahren auch Bekleidung für den Motorradhersteller BMW.

Bislang mussten Skifahrer ihre Protektoren mühsam einzeln anschnallen. Dies entfällt mit der neuen Jacke. Allerdings müssen die Sportler für den Komfort tief in den Geldbeutel greifen: Die „Protector“ kostet 700 Euro; im nächsten Herbst kommt sie in die Läden.

Jacken sind nicht der einzige neuartige Schutz für Skifahrer. Auch Rucksäcke mit eingebauten Protektoren kommen jetzt auf den Markt. „Damit müssen die Skifahrer keine Schildkrötenanzüge mehr anziehen, sondern haben alles im Rucksack integriert“, heißt es beim Rucksack-Spezialisten Deuter. Die Augsburger haben die Protektoren in V-Form in den Rucksack eingebaut und schützen die Sportler damit an Wirbelsäule und Schulterblättern vor dem schmerzhaften Aufprall auf dem Schnee. Auch der Lendenwirbelbereich ist gepolstert. Im Fall eines heftigen Sturzes verhindern Lendengurte ein Abrutschen.

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