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800 Gräber von Römern und Franken gefunden

Archäologen haben im Braunkohlentagebau Inden (Nordrhein-Westfalen) einen Friedhof mit 800 römischen und fränkischen Gräbern aus dem 3. bis 7. Jahrhundert entdeckt. Dabei seien viele kostbare Grabbeigaben geborgen worden, teilte das rheinische Amt für Bodendenkmalpflege mit.

dpa TITZ. Archäologen haben im Braunkohlentagebau Inden (Nordrhein-Westfalen) einen Friedhof mit 800 römischen und fränkischen Gräbern aus dem 3. bis 7. Jahrhundert entdeckt. Dabei seien viele kostbare Grabbeigaben geborgen worden, teilte das rheinische Amt für Bodendenkmalpflege mit.

Zu den Fundstücken gehören silberne Broschen mit Edelsteinauflagen, Ketten, Glas- und Tongefäße. Nach der Bergung und der wissenschaftlichen Auswertung wurde der Fundort im Zuge der Braunkohlegewinnung abgebaggert.

Die Archäologen stellten auf dem einen Gräberfeld rund 50 römische und 750 fränkische Gräber fest. Diese Mischung sei einmalig in Deutschland, sagte Grabungsleiter Bernd Paeffgen. Er wertete den Fund als Hinweis darauf, dass der fränkische Machtwechsel im Rheinland weitaus friedlicher vonstatten ging, als bisher angenommen. „Wenn man nichts miteinander zu tun hat, geht man nicht aufs gleiche Gräberfeld“, sagte er.

Das hinderte die Franken aber nicht daran, beim Anlegen der eigenen Reihengräber römische Särge auszurauben. Das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege zeigt das Ergebnis der gesamten Grabung am Tag der Archäologie am 2. Juli.

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