Forschung + Innovation
A380 besteht ersten Testflug „absolut perfekt“

Der Airbus A380 hat seinen ersten Testflug bestanden. Fast vier Stunden nach dem Start landete das größte Passagierflugzeug der Welt in Toulouse ohne Probleme. Zum Ende des Testfluges drehten die Piloten eine Ehrenrunde über der Flugwerft.

dpa TOULOUSE. Der Airbus A380 hat seinen ersten Testflug bestanden. Fast vier Stunden nach dem Start landete das größte Passagierflugzeug der Welt in Toulouse ohne Probleme. Zum Ende des Testfluges drehten die Piloten eine Ehrenrunde über der Flugwerft.

Zuvor hatten sie in 3 000 Metern Höhe Fahrwerk, Wende- und Flugeigenschaften geprüft. Der Airbus A380 soll 555 Passagiere auf 15 000 Kilometer langen Strecken befördern können.

Etwa 30 Ingenieure am Boden werteten die über Satellit übertragenen Mess- und Flugdaten während des Erstfluges aus. Insgesamt werden Daten von 6 000 Parametern erfasst. Das Flugzeug mit knapp 80 Metern Spannweite soll in der Standardversion 555 Passagiere über 15 000 Kilometer transportieren können. Airbus will über die nächsten 40 Jahre mit dem A380 rund 150 Mrd. Euro einnehmen.

Das Testprogramm für den A380 wird in den kommenden zwölf Monaten mit insgesamt fünf Maschinen abgewickelt. Die am Mittwoch gestartete Maschine ist die einzige, die ihr gesamtes technisches Leben lang für Versuche reserviert bleibt. Sie hat keine Sitze. Stattdessen ist sie mit Rechnern im Gesamtgewicht von etwa 20 Tonnen bestückt, die direkt mit dem Boden kommunizieren.

Eine zweite Maschine ohne Kabinen soll von Sommer 2005 an vornehmlich die Flugleistungen des A380 prüfen. Dabei geht es unter anderem um den Aktionsradius und um das Verhalten des Flugzeuges beim Start. Zwei Prototypen mit Kabinen werden die Parameter in dem neuen Flugzeug messen und die Gegebenheiten beim Anflug von Flughäfen austesten. Rund 2 300 erfolgreiche Flugstunden sind nötig, damit der A380 die Zulassung der Luftfahrtämter der Welt erhalten kann

„Bei einem Erstflug probieren wir nur einfache Sachen“, hatte Chef-Testpilot Claude Lelaie erklärt. Man überprüfe das Fahrwerk, die Beschleunigung und das Einfahren der Landeklappen. Im Notfall können die sechs Tester beim Erstflug mit Fallschirmen über einen Notschacht aus der Maschine aussteigen. Um ein besetztes Passagierflugzeug zu simulieren, startete die Testmaschine mit tonnenweise Wasser als Ballast.

Rund 10,7 Mrd. Euro hat die Entwicklung des Flugzeugs mit zwei Passagierdecks und einem Gepäckdeck bisher gekostet. Ein Drittel wurde von Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien als Kredit vorgeschossen. Die Entscheidung für eine zweite Frachtversion und höhere Anforderungen an die Lärmdämmung haben die Kosten um 1,45 Mrd. nach oben getrieben. Je nach Version kostet der A380 nach Liste 263 Mill. bis 286 Mill. Dollar.

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