Absturz über dem Mittelmeer
Die schwierige Suche nach Flug MS804

Flug MS804 der Egypt Air bleibt verschwunden. Dabei haben Maschinen wie der Airbus A320 Technik an Bord, die die Ortung erleichtern soll. Warum es dennoch so schwer ist, das Flugzeug im Mittelmeer aufzuspüren.

BerlinNoch immer suchen Schiffe und Flugzeuge im Mittelmeer nach möglichen Wrackteilen des vermissten ägyptischen Passagierflugzeugs. Die Egypt-Air-Maschine mit 66 Menschen an Bord war in der Nacht zum Donnerstag auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem Mittelmeer plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Entgegen anderslautenden Berichten wurden bislang keine Überreste des Fluges MS804, auch die Ursache des Absturzes ist weiter unklar.

Aufklärung über das Schicksal der Maschine könnte die sogenannte Blackbox liefern. Dieses Langzeitgedächtnis moderner Verkehrsflugzeuge besteht aus Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder, zusammengefasst in einem wasserdichten Metallbehälter, der zum besseren Schutz bei Abstürzen meist im Rumpf oder im Heck eines Flugzeugs eingebaut ist.

Auf dem Stimmenrekorder sind Tonaufnahmen der Gespräche von Pilot und Co-Pilot sowie weitere Geräusche im Cockpit gespeichert. Der Datenschreiber zeichnet auf allen Flügen unter anderem Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe oder Neigungswinkel der Maschine auf. Er speichert GPS-Daten und gibt so Auskunft über den genauen Ort eines Unglücks, auch wenn die Trümmer später weit verstreut sind.

Ein Ortungsgerät, das sich bei der Berührung mit Wasser einschaltet, soll das Auffinden der Box ermöglichen, wenn ein Flugzeug ins Meer stürzt. Dieser sogenannte Underwater Locator Beacon (ULB) sendet ein regelmäßiges Signal aus, das von einem Ultraschall-Empfänger noch aus einer Tiefe von gut 4000 Metern empfangen werden kann. Doch warum dauert es trotz dieser Technik so lange, das Gerät und damit die Maschine in dem vergleichsweise kleinen Suchgebiet aufzuspüren?

„Das hängt mit der Funktionsweise des Unterwasser-Peilsenders zusammen“, erklärt Martin Fendt vom Flugzeughersteller Airbus. „Man muss schon relativ nahe dran sein, um die Signale zu orten. Das kann mehrere Stunden, aber auch Tage dauern.“

„Relativ nahe“ bedeutet etwa zwei bis drei Kilometer Entfernung zum Sender. Zudem müsse die Blackbox nicht zwangsläufig nahe am Fundort der Maschine liegen, so Fendt.

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Die schwierige Suche nach Flug MS804

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Auswertung auch nach Jahren möglich

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