"ABYSS"
Autonomer Roboter erkundet die Tiefsee

Ein neuer Roboter soll Forschern des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften künftig helfen die Tiefsee zu erforschen. Das 2,3 Millionen Euro teure Gerät kann ohne Kabelverbindung selbständig bis zu 6 Kilometer tief tauchen, dort den Meeresboden kartieren und fotografieren sowie zahlreiche Messwerte sammeln. Schon im November soll das „ABYSS“ genannte System das erste Mal im Atlantik auf Tauchstation gehen.

DÜSSELDORF. „Eines der wesentlichen Probleme bei der Erforschung der Meere sind die riesigen Flächen, mit denen wir es zu tun haben“, sagt Colin Devey, Meeresgeologe am Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar). Da das Unterwasserfahrzeug mit bis zu vier Knoten fährt und sich dem Meeresboden dabei bis auf wenige Meter nähern kann, könnten mit dem ABYSS nun relativ große Areale auf dem Meeresboden schnell und hochauflösend erfasst werden.

Das ist für die Meeresforscher eine große Hilfe bei der Sondierung von größeren Untersuchungsgebieten. Um das Potential des Roboters zu verdeutlichen, zieht Professor für Meeresgeologe einen Vergleich: „Es ist wie bei einer Computer-Tomographie in der Medizin – wir lassen die zeitaufwendige Aufnahme des Patienten von einer Maschine machen und haben dadurch mehr Zeit um uns um die wichtige Diagnose zu kümmern: die Auswertung der Kartierungen“, verdeutlicht Devey.

Das neue Gerät ist speziell für die Auffindung und Kartierung von heißen Tiefseequellen und Unterwasservulkanen ausgelegt worden – daher der Name ABYSS (Autonomes benthisches Hydrothermal-Suchsystem). Die Finanzierung übernahm die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Das Projekt wird vom IFM-Geomar koordiniert.

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