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Ärzte empfehlen Riechtest für Alzheimer- und Parkinson-Diagnose

Mit einem Riechtest können Alzheimer oder Parkinson nach Ansicht von Medizinern in vielen Fällen noch vor Ausbruch der Krankheit erkannt werden. Jeder zehnte Patient mit eingeschränktem Riechvermögen litt in einer Studie nach weiteren Tests an Parkinson im Frühstadium.

dpa MANNHEIM. Mit einem Riechtest können Alzheimer oder Parkinson nach Ansicht von Medizinern in vielen Fällen noch vor Ausbruch der Krankheit erkannt werden. Jeder zehnte Patient mit eingeschränktem Riechvermögen litt in einer Studie nach weiteren Tests an Parkinson im Frühstadium.

Das sagte der Dresdner Experte Thomas Hummel „Der Ausbruch von Parkinson und auch der Verlauf der Krankheit können hinausgezögert beziehungsweise abgemildert werden, wenn die Diagnose früh gestellt wird“, hieß es am Freitag auf dem Bundeskongress der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Mannheim.

Wer nicht riechen kann, habe aber nicht automatisch Alzheimer oder Parkinson, sagte der Mediziner von der Universität Dresden . „Wenn man nicht mehr richtig riecht, kann das viele Ursachen haben. Man sollte es auf jeden Fall abklären lassen.“ Rund 72 Prozent aller Riechstörungen seien auf Entzündungen in Nase und Nebenhöhlen zurückzuführen, sagte Hummel.

Nach Angaben Hummels ist bei 90 Prozent aller Parkinson- Erkrankten das Riechvermögen deutlich eingeschränkt. Insgesamt leiden in Deutschland rund 160 000 Menschen an der Schüttellähmung. Der Anteil der Patienten mit Riechstörungen sei bei der Demenzkrankheit Alzheimer ähnlich hoch wie bei Parkinson.

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