Agrar
Umweltinstitut kritisiert geplanten Anbau von Gen-Weizen

München/Rostock (dpa) - Das Umweltinstitut München hat vor den Risiken des geplanten Anbaus von gentechnisch verändertem Weizen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gewarnt. Der Weizen ist resistent gegen Weizenflugbrand, eine der verbreitetsten Pilzerkrankungen des Getreides.

München/Rostock (dpa) - Das Umweltinstitut München hat vor den Risiken des geplanten Anbaus von gentechnisch verändertem Weizen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gewarnt. Der Weizen ist resistent gegen Weizenflugbrand, eine der verbreitetsten Pilzerkrankungen des Getreides.

Nach Angaben des Umweltinstituts von Montag enthält der Weizen zusätzlich ein Resistenzgen gegen das auch in der Humanmedizin verwendete Antibiotikum Ampicillin. Das Umweltinstitut machte darauf aufmerksam, dass der Anbau von Pflanzen mit solchen Resistenz-Genen in der Schweiz von 2009 an verboten sei. Grund dafür sei, dass die entsprechenden Antibiotika durch den Verzehr der genmanipulierten Pflanzen unwirksam werden könnten.

Der Anbau erfolge in Zusammenarbeit mit der Hochschule Zürich. Nach Worten des Institutsvorstands Harald Nestler ist es absurd, dass in Deutschland Versuche mit Gen-Pflanzen durchgeführt werden sollen, die in dem Land verboten sind, in dem sie entwickelt wurden. Speziell Freilandexperimente mit Weizen, einer der zentralen Nahrungspflanzen für die Weltbevölkerung, sowie die mögliche Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen seien nicht akzeptabel. Die Aussaat des Gen- Weizens ist nach Angaben der Firma Biovativ für Ende April vorgesehen.

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