Airbus-Riese in München gelandet
A380 begeistert Flugkapitäne

Die Lufthansa hat am Mittwoch mit einem Flug des neuen Airbus A380 nach München ihr Erprobungsprogramm für den neuen weltgrößten Passagierjet abgeschlossen.

HB MÜNCHEN. Die Maschine setzte um 12.35 Uhr erstmals auf dem Flughafen im Erdinger Moos auf und rollte dann für Tests zum Terminal 2. Um 17.30 Uhr sollte das doppelstöckige Flugzeug zurück ins Airbus-Stammwerk in Toulouse fliegen.

Der europäische Flugzeugbauer und die Lufthansa erprobten seit dem 17. März alle wichtigen Betriebsabläufe am Boden und in der Luft, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Auf den zwölf Flügen legte der A380 etwa 60 000 Kilometer mit insgesamt 3 750 Passagieren zurück. Die meisten von ihnen waren Mitarbeiter der Lufthansa und der EADS-Tochter Airbus. Während der Testphase flog der A380 erstmals in die USA.

Die Lufthansa, die 15 Exemplare bestellt hat, lobte das neue Flugzeug: Von den Passagieren seien besonders Licht, Weite und Ruhe an Bord hervorgehoben worden. „Die Lufthansa-Flugkapitäne zeigten sich begeistert von der Beweglichkeit des Flugzeuges, während die Lufthansa-Crew den Kabinenkomfort lobte.“

Am Münchner Flughafen wurden schon beim Bau der Lande- und Rollbahnen neue Großflugzeuge berücksichtigt. Nur die Kurvenradien mussten teilweise angepasst werden, wie der Flughafen mitteilte. Bei der Landung in München am Mittwoch waren 238 Passagiere, vier Piloten und 33 Flugbegleiter an Bord. In der typischen Dreiklassen-Ausstattung finden normalerweise 555 Passagiere Platz im A380. Für den Flug von Frankfurt nach München benötigte die Maschine laut Lufthansa eine Stunde und acht Minuten.

Die größte deutsche Fluggesellschaft will ihre A380-Exemplare allerdings nicht von München aus einsetzen. „Das spielt in der Lufthansa-Planung noch keine Rolle“, sagte Sprecher Thomas Jachnow. Der Superjumbo soll ab 2009 von Frankfurt aus starten.

Für Airbus war das Testprogramm auch eine Möglichkeit, für den A380 in der Öffentlichkeit zu werben. Kabelprobleme führten zu massiven Verzögerungen bei der Auslieferung und ließen den Gewinn der Airbus-Mutter EADS einbrechen. Zuletzt gab Airbus bekannt, Arbeiten an einer A380-Frachtversion zu stoppen.

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