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Akupunktur hilft gegen Migräne nur wie ein Placebo

Akupunktur hat bei Migräne nach zwei Studien nur Placebowirkung. Das sagte der Neurologe und Kopfschmerzforscher Prof. Hans-Christoph Diener beim deutschen Neurologenkongress in Wiesbaden.

dpa WIESBADEN. Akupunktur hat bei Migräne nach zwei Studien nur Placebowirkung. Das sagte der Neurologe und Kopfschmerzforscher Prof. Hans-Christoph Diener beim deutschen Neurologenkongress in Wiesbaden.

Die beiden von den deutschen Krankenkassen in Auftrag gegebenen Studien liefen mit 1 500 und 450 Patienten, Diener hatte die größere Untersuchung geleitet. Das Leiden der behandelten Patienten wird demnach zwar gelindert, dafür spielt aber keine Rolle, ob die Nadeln an „korrekte“ Akupunkturpunkte gesetzt werden. „Ärzte können sich die teuren Akupunkturkurse sparen. Sie können die Nadeln einfach irgendwohin stechen“, kommentierte Diener das Ergebnis.

Je ein Drittel der Gruppen sei sechs Monate lang mit Akupunktur, das zweite Drittel mit Scheinakupunktur an nach der Lehre nicht wirksamen Stellen und die übrigen Patienten mit Medikamenten behandelt worden. Rund 60 Prozent der Akupunkturpatienten hätten über eine deutliche Linderung der Migräne berichtet, denselben Erfolg erreichte auch die Scheinakupunkturgruppe, sagte Diener. Der Erfolg habe auch während einer sechsmonatigen Beobachtungsphase nach der Behandlung weiter angehalten.

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