Alfred-Wegener-Institut
Forscher bohren sich 900 000 Jahre in die Vergangenheit

Eiskerne aus bis zu 2 774 Metern Tiefe hat ein Team von internationalen Wissenschaftlern und Technikern in der Antarktis gehoben. Damit sei das vierjährige Forschungsprojekt an der Kohnen-Station beendet, sagte ein Sprecher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) am Freitag in Bremerhaven.

dpa BREMERHAVEN. Erste Untersuchungen ließen darauf schließen, dass das gewonnene Eis bis zu 900 000 Jahre alt sein könnte. Von den Ergebnissen erhoffen sich die Forscher weitere Aufschlüsse über das globale Klimageschehen.

Bereits vor einem Jahr hatten die Wissenschaftler eine Bohrung an einer anderen Stelle der Südpolregion abgeschlossen und dabei Eis gesichert, das ebenfalls 900 000 Jahre alt ist. Die bisher gewonnenen Daten belegen laut AWI, dass es in der Vergangenheit immer einen direkten und konstanten Zusammenhang zwischen Klima und Treibhausgasen in der Atmosphäre gab. Erst in den vergangenen Jahrhunderten sei der Anteil der Schadstoffe durch menschlichen Einfluss überproportional gestiegen.

Der zweite Datensatz soll nun eine bessere und genauere Interpretation der Messwerte ermöglichen. Beide Bohrungen erfolgten im Rahmen des europäischen Projekts Epica (European Program for Ice Coring in Antarctica), an dem sich insgesamt zehn Länder beteiligen.

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