Analysten zweifeln noch am wirtschaftlichen Erfolg: „Pille für den Mann“ wird getestet

Analysten zweifeln noch am wirtschaftlichen Erfolg
„Pille für den Mann“ wird getestet

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat zusammen mit der Pharmatochter des niederländischen Konzerns Akzo Nobel eine Studie gestartet, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der so genannten „Pille für den Mann“ zu untersuchen.

HB BERLIN. Die Studie der Phase II habe in 14 Zentren in Europa begonnen und solle Zuverlässigkeit sowie Sicherheit des Verhütungsmittels - eine Kombination aus Implantat und Spritze - untersuchen, teilte Schering am Mittwoch in Berlin mit. Die gemeinsame Studie mit dem Unternehmen Organon stelle einen großen Schritt in der Entwicklung des ersten hormonellen Verhütungsmittels für Männer dar, nachdem sich die Forschung zur Schwangerschaftsverhütung bislang auf Produkte für Frauen konzentriert. „Dieses Projekt könnte das Potenzial für eine weltweite Vermarktung haben“, kommentierte Schering-Forschungsvorstand Günter Stock.

Analysten sprachen von einer wissenschaftlich interessanten Entwicklung, der wirtschaftliche Erfolg eines solchen Produktes bleibe allerdings abzuwarten.

An der Studie nehmen 350 Männer in Europa teil. Das Verhütungsmittel besteht aus einem Implantat mit dem Hormon Gestagen, das von Organon entwickelt wurde. Dazu kommt von Schering-Seite eine Hormonspritze mit dem lang wirkenden Testosteron Undecanoat. Ergebnisse von Pilotstudien seien vielversprechend, teilte Schering mit. Die Herausforderung für die Unternehmen bestehe nun darin, eine Methode zu entwickeln, die unter anderem nicht nur verlässlich und sicher sei, sondern von den Anwendern auch akzeptiert werde.

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