Anlagenbauer setzen große Hoffnung in die Nanotechnik
Intelligente Oberflächen verhindern schnellen Verschleiß bei Maschinen

Die Anforderungen an den Maschinenbau steigen: Die Kunden erwarten Anlagen, die nicht nur einwandfrei arbeiten, sondern auch möglichst lange ohne Reparatur auskommen. Dafür sollen bei den Maschinenherstellern auch die Fachleute für Oberflächentechnik und Werkstoffe sorgen.

HB DÜSSELDORF. Beispiel Zahnräder in Getrieben: Die stehen ständig unter hoher Belastung. Dank neuer Beschichtungen und Härtungs-Techniken halten sie länger durch. Das Innovationstempo ist enorm: „Es vergeht kein Monat mehr, ohne dass neue Beschichtungen vorgestellt werden“, sagt Timo Würz, Leiter Technik und Forschung beim Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW).

Die Vielfalt der Oberflächen steigt ständig: „Zurzeit sind Nano-Oberflächen das große Thema“, sagt Dietmar Goericke, Forschungs-Experte beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Diese Oberflächen enthalten speziell gehärtete mikroskopisch kleine Teilchen von Speziallegierungen.

Die Zukunftsvision sind laut Goericke Oberflächen mit individuellen Eigenschaften: „Wir sprechen von intelligenten Oberflächen, die besonders wenig Reibung und Verschleiß verursachen.“ Die Einsatzgebiete gehen weit über den Maschinenbau hinaus: „Denkbar ist eine Windschutzscheibe, die keinen Wischer mehr benötigt, weil sie trotz Regens stets klar bleibt.“

Ob die Nanotechnik die großen Erwartungen erfüllen kann, ist derzeit jedoch offen. Bei der Keramik etwa, vor zwanzig Jahren der Hoffnungsträger unter den neuen Werkstoffen, ist Euphorie inzwischen einer nüchternen Betrachtungsweise gewichen.

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