Anthropologie
Der Vergangenheit auf der Spur

Siemens unterstützt mit medizintechnischen Entwicklungen Anthropologen am Smithsonian-Institut in Washington beim Lösen wissenschaftlicher Rätsel. Mit Hilfe von Somatom-Computertomographen lassen sich menschliche Organe optisch in bis zu 64 verschiedene Bildschnitte unterteilen.

WASHINGTON. Das Haar des etwa achtjährigen Jungen sieht aus, als wäre es erst gestern noch gekämmt worden. Dabei hat der mumifizierte Leichnam des Knaben mehr als 600 Jahre in einer Höhle in der Wüste Gobi gelegen, ehe er von mongolischen Forschern ans Tageslicht befördert zur wissenschaftlichen Untersuchung zum Smithsonian-Institut in Washington geflogen wurde.

Nun liegen die Reste des Jungen auf einem Untersuchungstisch im dritten Stock des weltberühmten Forschungsinstituts im Zentrum der amerikanischen Hauptstadt. Daneben haben die Forscher die ebenso gut erhaltene Mumie einer etwa 20jährigen Frau gelegt, beide gehörten wahrscheinlich zu einer Neuner-Gruppe, die in der Hets-Höhle nach der mongolisch-chinesischen Grenze gefunden wurde. Von dieser Gruppe wissen die Anthropologen des Smithsonian-Instituts dank des Einsatzes modernster Medizintechnik jetzt vor allem das eine: „Es muss in der Höhle zu einem schrecklichen Ereignis gekommen sein“, erzählt Bruno Frohlich, Leiter der Forschungsgruppe.

Lange Zeit rätselten die Forscher über die Reste eines Lederbandes am Hals des Jungen, ehe sie die Mumie der Frau mit Hilfe des Somatom-Computertomographen (CT) von Siemens untersuchten. Dabei werden Röntgenstrahlen aus einer Vielzahl verschiedener Richtungen durch das Untersuchungsobjekt geschickt, Detektoren zeichnen die durchgelassene Strahlungsintensität auf und eine Software wandelt die gemessenen Daten in dreidimensionale Bilder um.

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