Forschung + Innovation
Anti-Baby-Pille erhöht manche Krebsrisiken und senkt andere

Verhütungsmittel mit den kombinierten Hormonen Östrogen und Progesteron erhöhen nach einer Studie der Internationalen Krebsforschungsagentur (Iarc) in Lyon das Risiko einiger Krebsarten.

dpa LYON. Verhütungsmittel mit den kombinierten Hormonen Östrogen und Progesteron erhöhen nach einer Studie der Internationalen Krebsforschungsagentur (Iarc) in Lyon das Risiko einiger Krebsarten.

Anti-Baby-Pillen förderten Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Leberkrebs, verringerten allerdings auch das Risiko von Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs, berichtete die Agentur, die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört. Eine Gruppe von 21 Wissenschaftlern hatte mehr als 60 Studien zu Hormonpillen und Krebs analysiert. Auch die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren mit der Östrogen-Progesteron-Kombination stuften die Experten daraufhin als Krebs erregend ein.

Frauen sollten Nutzen und Risiken der Hormonpillen gemeinsam mit ihrem Arzt abwägen, riet die Agentur. Allerdings bräuchten junge Frauen, die selten an Brustkrebs erkrankten, nicht auf die hormonelle Verhütung zu verzichten, sagte die Iarc-Ärztin Silvia Franceschi. „Bei Frauen ab 35 oder 40, wenn das Krebsrisiko steigt, könnte eine Umstellung auf alternative Verhütungsmittel jedoch sinnvoll sein“, sagte sie. Weltweit nehmen den Angaben zufolge mehr als 100 Millionen Frauen die Anti-Baby-Pille, das seien etwa zehn Prozent aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter.

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