Anti-Nobel-Preis
„Der Eifelturm wirkt kleiner, wenn man sich nach links lehnt“

Wissenschaftler sind manchmal unfreiwillig lustig. Zum Beispiel, wenn sie die Gehirnaktivitäten toter Fische untersuchen. Die Harvard-Universität verleiht solchen Studien einmal im Jahr einen Preis – den Anti-Nobelpreis.
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New YorkWissenschaftler hinter Studien zu Gehirnaktivitäten toter Fische, dem Kräfteausgleich eines Pferdeschwanzes oder der Entwicklung einer „Anti-Quassel-Maschine“ sind mit dem Anti-Nobelpreis Ig-Nobel geehrt worden. Bei der 22. Verleihung der Preise für groteske Forschungen an der US-Universität Harvard wurden am Donnerstag (Ortszeit) auch Wissenschaftler geehrt, die herausfanden, „dass der Eiffelturm kleiner wirkt, wenn man sich nach links lehnt“. Die Preise werden traditionell von echten Nobelpreisträgern für Studien überreicht, die unabsichtlich komisch sind.

Zu den weiteren Preisträgern zählt in diesem Jahr auch ein Team russischer, kanadischer und US-Wissenschaftler, die „die Dynamik des Schwappens von Flüssigkeiten“ untersuchten – also „was passiert, wenn ein Mensch mit einem Kaffeebecher in der Hand herumläuft“. Der Anatomie-Preis ging an ein US-niederländisches Team, das herausfand, „dass Schimpansen andere Schimpansen individuell erkennen können, wenn sie Fotos von deren Hinterteil betrachten“.

Auch Unternehmen und Regierungen können den Ig-Nobel erhalten. Eine russische Firma wurde in diesem Jahr dafür geehrt, „alte russische Munition in neue Diamanten verwandelt zu haben“. Der US-Rechnungshof kann sich über den Literaturpreis freuen – „für einen Bericht über Berichte über Berichte, der die Vorbereitung eines Berichts über den Bericht über Berichte über Berichte empfiehlt“.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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