Apollo 11

Ein streberhafter Ingenieur besucht den Mond

Fast hätte die Landung nicht geklappt, aber dann wurde es doch noch ein richtiger Tag für die Geschichtsbücher: Vor 45 Jahren setzte der Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf einen fremden Himmelskörper.
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Ein großer Schritt für die Menschheit

WashingtonEin gerillter Schuhabdruck im staubig-grauen Boden markierte einen der wohl bedeutendsten Tage in der Geschichte der Menschheit: Mit dem zum Klassiker gewordenen Satz „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ setzte der US-Astronaut Neil Armstrong vor  45 Jahren seinen linken Fuß auf den Mond – als erster Mensch überhaupt. Stunden zuvor, am 20. Juli, waren er und Buzz Aldrin auf dem Mond gelandet.

Rund 400.000 Kilometer entfernt verfolgten und bejubelten etwa eine halbe Milliarde Menschen das Spektakel live am Fernseher und machten die Mondlandung zum ersten globalen Fernsehereignis. Die USA hatten mitten im Kalten Krieg das Wettrennen zum Mond gegen den Erzfeind Sowjetunion gewonnen und Millionen Menschen wissen bis heute genau, wo sie an diesem historischen Tag damals waren.

Als der Adler landete
Start von Apollo 11
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Am 16. Juli 1969 hob eine Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center der Nasa in Florida ab. An Bord drei Männer, von denen zwei als erste Menschen einen fremden Himmelskörper betreten sollten. Apollo 11 war auf den Weg gebracht.

US-Präsident John F. Kennedy
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US-Präsident John F. Kennedy

Acht Jahre zuvor hatte Präsident John F. Kennedy Amerika den Weg zum Mond gewiesen: In einer Rede vor dem Repräsentantenhaus formulierte er das Ziel "... bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und wieder sicher zur Erde zu bringen."

Foto: ap

Raketenbauer Wernher von Braun (M.) mit Präsident Kennedy
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Raketenbauer Wernher von Braun (M.) mit Präsident Kennedy

Der wegen seiner NS-Vergangenheit umstrittene Braun konstruierte die Mondrakete Saturn V, bis heute die größte jemals gebaute Rakete.

Foto: ap

Crew von Apollo 11
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Crew von Apollo 11

Die Crew von Apollo 11: Neil Armstrong (l.) und Edwin "Buzz" Aldrin (r.) waren als Mondlandeteam eingeteilt. Michael Collins blieb die undankbare Aufgabe, mit der Kommandokapsel Warteschleifen um den Erdtrabanten zu fliegen.

Foto: ap

Vor dem Start
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Vor dem Start

Die Crew von Apollo 11 auf dem Weg zur Startrampe.

Foto: Nasa

Mondfähre im Anflug
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Mondfähre im Anflug

Die Mondfähre "Eagle" im Landanflug auf den Mond - gesehen mit den Augen eines Nasa-Zeichners. Am 20. Juli 1969 setzte der "Adler" auf der Mondoberfläche auf.

Illustration: Nasa

Aldrin neben der Mondlandefähre
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Buzz Aldrin neben dem Standbein der Landefähre. Das Foto ist ein gutes Beispiel für ein Problem, das erst nach Abschluss der Mission wirklich deutlich wurde: Während es ...

Fast ein halbes Jahrhundert später sehen Welt und Weltraum-Forschung völlig anders aus. Der Kalte Krieg ist vorbei. USA und Sowjetunion arbeiten bei Weltraum-Projekten wie der Internationalen Raumstation ISS zusammen, wenn auch seit der Ukraine-Krise nur noch eingeschränkt.

Armstrong, der immer bescheiden, zurückhaltend und nach eigener Aussage ein „weiße Socken tragender, auf seine Tasche aufpassender, streberhafter Ingenieur“ blieb, starb 2012 im Alter von 82 Jahren nach einer Herzoperation. Seine Kollegen Buzz Aldrin, der nach Armstrong ausstieg, und Michael Collins, der währenddessen mit der Kommandokapsel der „Apollo 11“-Mission den Mond umkreiste, werden beide im kommenden Jahr 85 und sind längst im Ruhestand.

Das Objekt der Begierde von damals ist aus dem Fokus der Weltraumforschung verschwunden. Zehn weitere Astronauten folgten Armstrong und Aldrin bis 1972, aber derzeit plant die US-Raumfahrtbehörde, auch aufgrund von Budgetkürzungen, keine weiteren Mond-Missionen. Anstelle dessen ist der Mars ins Scheinwerferlicht gerückt.

Amerikas nächster großer Sprung
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