Apollo 11
Ein streberhafter Ingenieur besucht den Mond

Fast hätte die Landung nicht geklappt, aber dann wurde es doch noch ein richtiger Tag für die Geschichtsbücher: Vor 45 Jahren setzte der Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf einen fremden Himmelskörper.
  • 0

WashingtonEin gerillter Schuhabdruck im staubig-grauen Boden markierte einen der wohl bedeutendsten Tage in der Geschichte der Menschheit: Mit dem zum Klassiker gewordenen Satz „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“ setzte der US-Astronaut Neil Armstrong vor  45 Jahren seinen linken Fuß auf den Mond – als erster Mensch überhaupt. Stunden zuvor, am 20. Juli, waren er und Buzz Aldrin auf dem Mond gelandet.

Rund 400.000 Kilometer entfernt verfolgten und bejubelten etwa eine halbe Milliarde Menschen das Spektakel live am Fernseher und machten die Mondlandung zum ersten globalen Fernsehereignis. Die USA hatten mitten im Kalten Krieg das Wettrennen zum Mond gegen den Erzfeind Sowjetunion gewonnen und Millionen Menschen wissen bis heute genau, wo sie an diesem historischen Tag damals waren.

Fast ein halbes Jahrhundert später sehen Welt und Weltraum-Forschung völlig anders aus. Der Kalte Krieg ist vorbei. USA und Sowjetunion arbeiten bei Weltraum-Projekten wie der Internationalen Raumstation ISS zusammen, wenn auch seit der Ukraine-Krise nur noch eingeschränkt.

Armstrong, der immer bescheiden, zurückhaltend und nach eigener Aussage ein „weiße Socken tragender, auf seine Tasche aufpassender, streberhafter Ingenieur“ blieb, starb 2012 im Alter von 82 Jahren nach einer Herzoperation. Seine Kollegen Buzz Aldrin, der nach Armstrong ausstieg, und Michael Collins, der währenddessen mit der Kommandokapsel der „Apollo 11“-Mission den Mond umkreiste, werden beide im kommenden Jahr 85 und sind längst im Ruhestand.

Das Objekt der Begierde von damals ist aus dem Fokus der Weltraumforschung verschwunden. Zehn weitere Astronauten folgten Armstrong und Aldrin bis 1972, aber derzeit plant die US-Raumfahrtbehörde, auch aufgrund von Budgetkürzungen, keine weiteren Mond-Missionen. Anstelle dessen ist der Mars ins Scheinwerferlicht gerückt.

Seite 1:

Ein streberhafter Ingenieur besucht den Mond

Seite 2:

Amerikas nächster großer Sprung

Kommentare zu " Apollo 11: Ein streberhafter Ingenieur besucht den Mond"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%