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Arabische Handschriften von Goethes Orient-Berater wiederentdeckt

Drei wertvolle arabische Handschriften von Goethes Orient-Berater sind in Bibliotheken in St. Petersburg wiederentdeckt worden. Der Verfasser Georg Wilhelm Lorsbach (1 752- 1 816) war Professor für orientalische Sprachen an der Universität Jena.

dpa JENA/ST. PETERSBURG. Drei wertvolle arabische Handschriften von Goethes Orient-Berater sind in Bibliotheken in St. Petersburg wiederentdeckt worden. Der Verfasser Georg Wilhelm Lorsbach (1 752- 1 816) war Professor für orientalische Sprachen an der Universität Jena.

Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich seit 1 772 mit arabischer und persischer Literatur. Seine Erkenntnisse flossen unter anderem in sein bedeutendes Spätwerk „West-östlicher Divan“ ein. Für Übersetzungen sowie Interpretationen des Korans und anderer Schriften nutzte er die Kenntnisse Lorsbachs. Der Dichter würdigte den „Verstand“ und die „Redlichkeit“ des Wissenschaftlers, der ihm „gern über alles, worüber ich ihn befragte, treuen Bescheid“ gab in seinen „Noten und Abhandlungen zum besseren Verständnis des West-östlichen Divans“.

Die nun wieder gefundenen Texte hatte der Bruder von Lorsbach 1 828 dem damals gegründeten Asiatischen Museum in St. Petersburg geschenkt, wie ein Sprecher der Jenaer Universität am Mittwoch sagte. „Die Manuskripte belegen, dass die handschriftliche Reproduktion arabischer Texte durch abendländische Gelehrte auch noch Jahre nach Einführung des Buchdrucks im Orient fortgeführt wurde“, sagte der Islamwissenschaftler Florian Sobieroj, der die Handschriften fand. Der Goethe-Berater hat unter anderem eine Handschrift mit arabischen Gedichten abgeschrieben, die er damals in der Bibliothek des Herzogs von Sachsen-Meiningen fand.

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