Arbeiten im All
Astronauten bereiten Columbus-Montage vor

Im All haben die Arbeiten zur Montage des europäischen Weltraumlabors Columbus begonnen. Statt des erkrankten deutschen Astronauten Hans Schlegel hat sein US-Ersatzmann Stanley Love die Raumstation ISS verlassen. Gemeinsam mit einem Kollegen bereitet er Columbus auf die endgültige Montage am Donnerstag vor.

HB PARIS/HOUSTON. Im All hat am Montag der Anbau des europäischen Weltraumlabors „Columbus“ an die Internationale Raumstation (ISS) begonnen. Dazu verließen die beiden US-Astronauten Stanley Love und Rex Walheim die ISS, um beim Herausheben von „Columbus“ aus der Ladebucht der Raumfähre „Atlantis“ zu helfen. Statt Love sollte ursprünglich der deutsche Astronaut Hans Schlegel an dem Außenbordeinsatz teilnehmen. Er war aber im All erkrankt, weshalb die Nasa die Mission am Samstag um einen Tag verschob und Schlegels Ersatzmann Love ins All schickte.

Der Deutsche wird nun am Donnerstag ins All aussteigen, um bei der weiteren Montage zu helfen. Am Montag sollte er das Herausheben von „Columbus“ aus der Ladebucht von der ISS aus unterstützen. Hauptaufgabe von Love und Walheim ist es, einen Griff an „Columbus“ zu montieren. Dieser wird für den Roboterarm gebraucht, mit dem der Astronaut Leland Melvin das Labor aus der Ladebucht heben soll. „Columbus“ wird dann zur rechten Seite des ISS- Verbindungsmoduls „Harmony“ gehoben, das im Dezember von der Raumfähre „Discovery“ ins All gebracht wurde.

„Das ist ein großer Tag für uns“, sagte der französische Astronaut Leopold Eyharts, der mit Schlegel am Donnerstag in der „Atlantis“ ins All gestartet war. Er soll rund einen Monat in der ISS bleiben und bei der Einrichtung des Labors helfen. Sobald „Columbus“ angedockt ist, wird das DLR-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen Funktionen von „Columbus“ kontrollieren und damit zum ersten Mal an der Steuerung der ISS beteiligt sein.

„Columbus“ ist der Hauptbeitrag der Europäer zur ISS. Es hätte eigentlich schon 1992 ins All gebracht worden sein, zum 500. Jahrestag der Reise von Christopher Columbus in die Neue Welt. Seitdem gab es aber immer wieder Verzögerungen und Verschiebungen, zuletzt 2003 wegen des Absturzes der Raumfähre „Columbia“, was auch zu zahlreichen Änderungen und Überarbeitungen am Raumlabor führte.

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