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Archäologen fanden 7 300 Jahre alte Steinzeitleiche

Archäologen haben in Niederbayern ein rund 7 300 Jahre altes Frauenskelett aus der Jungsteinzeit gefunden. In Bayern seien nur wenige solcher Grabstätten aus dieser Zeit bekannt, sagte Archäologe Ludwig Kreiner am Dienstag bei der Grabungsstelle im niederbayerischen Aufhausen.

dpa AUFHAUSEN. Archäologen haben in Niederbayern ein rund 7 300 Jahre altes Frauenskelett aus der Jungsteinzeit gefunden. In Bayern seien nur wenige solcher Grabstätten aus dieser Zeit bekannt, sagte Archäologe Ludwig Kreiner am Dienstag bei der Grabungsstelle im niederbayerischen Aufhausen.

Die Frau habe vermutlich in der Zeit der so genannten linienbandkeramischen Kultur gelebt und zur Gruppe der ersten Ackerbauern in Bayern gehört. Der Name der Epoche in der Zeit zwischen 5 500 und 5 000 vor Christus geht auf die Verzierungen auf Keramikgefäßen zurück.

Das Skelett sei „außergewöhnlich gut erhalten“, sagte Kreiner. Grund dafür sei der kalkhaltige Lössboden in der Region. „Der zierliche Körperbau und die dünnen Knochen lassen darauf schließen, dass es eine Frau war“, erklärte Kreiner. Außerdem sei das Skelett nur etwa eineinhalb Meter groß. Die meisten gefundenen Männerleichen aus dieser Zeit seien etwa 15 Zentimeter größer.

Die Tote wurde in der für diese Epoche typischen Hockstellung begraben. Zum Zeitpunkt ihres Todes sei die Frau etwa 45 Jahre alt gewesen, erklärte Kreiner. Dies würde in der heutigen Zeit nach Angaben des Archäologen einem Alter von rund 85 Jahren entsprechen. Dass es sich um eine greise Frau gehandelt habe, sei an den bereits stark abgenutzten Zähnen zu erkennen.

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