Forschung + Innovation
Archäologen finden in Palmyra Gebäude mit Meerestier-Dekoration

Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat im hellenistischen Teil des antiken Palmyra im heutigen Syrien ein großes Gebäude aus dem 1. Jh. v. Chr. entdeckt, das mit ungewöhnlichen vergoldeten Meerestier-Figuren dekoriert ist.

dpa PALMYRA/KAIRO. Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat im hellenistischen Teil des antiken Palmyra im heutigen Syrien ein großes Gebäude aus dem 1. Jh. v. Chr. entdeckt, das mit ungewöhnlichen vergoldeten Meerestier-Figuren dekoriert ist.

Grabungsleiter Andreas Schmidt-Colinet von der Universität Wien sagte am Dienstag auf Anfrage in Palmyra, bei dem Gebäude handele es sich vermutlich um eine Karawanserei. „Die Dekoration erinnert ein wenig an die Epoche des Jugendstil.“ Die vergoldeten Oktopusse und Fische aus Stuck waren auf blauem Hintergrund angebracht worden. Unterhalb waren die Wände der Räume mit grafischer Malerei verziert.

Das Gebäude, das nach Schätzung der Archäologen bis zum 3. Jh. n. Chr. bewohnt war und mehrfach umgebaut wurde, war bei einer geophysikalischen Prospektion auf dem Gebiet des vorrömischen Palmyra entdeckt worden. Seine verputzten Lehmmauern sind bis jetzt noch nicht völlig ausgegraben.

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