Archäologie
Deutsche Archäologen restaurieren Babylon

Das Deutsche Archäologische Institut übernimmt federführend die ersten Restaurierungsarbeiten der antiken Stadt Babylon im Irak nach dem Einmarsch der USA.

dpa BERLIN. Das Deutsche Archäologische Institut übernimmt federführend die ersten Restaurierungsarbeiten der antiken Stadt Babylon im Irak nach dem Einmarsch der USA.

Zunächst werde das Institut im Auftrag der Unesco die Schäden dokumentieren und den künftigen Umgang mit den rund 3 000 Jahre alten Ruinen festlegen, teilte das DAI in Berlin mit. Geplant sei später auch die Entsendung von Fachpersonal. Das DAI hatte 2003 seine Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen aus dem Irak abgezogen.

An der Dokumentation werden sich mehrere Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien, die USA und Japan beteiligen. Die Experten werden unter Leitung der irakischen Antikenverwaltung und der Unesco arbeiten. Der antike Ort Babylon war bis Dezember 2004 als Militärcamp genutzt worden. Dabei waren schwere Schäden entstanden. Das DAI unterstützt den Plan der irakischen Regierung, für Babylon den Status als Unesco-Weltkulturerbe zu beantragen.

Militärfahrzeuge waren in die antike Ruinenstadt gefahren. Der Ort wurde als Fluglandeplatz genutzt, Tankstellen wurden gebaut. Soldaten hatten Teile antiker Siedlungsreste abgegraben, um damit Sandsäcke zu füllen. Unter der Regierungszeit Saddam Husseins hatte man bereits Tiefgaragen und Restaurants für den Massentourismus angelegt und somit tief in die antike Bausubstanz eingegriffen. Das antike Babylon war vor fast 100 Jahren vom deutschen Archäologen Robert Koldewey ausgegraben worden.

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