Archäologie
Mumie einer Indio-Herrscherin in Nord-Peru entdeckt

Peruanische Wissenschaftler haben im Norden Perus die besonders gut erhaltene 1 700 Jahre alte Mumie einer Indio-Herrscherin aus der Vor-Inkazeit entdeckt.

dpa LIMA. Peruanische Wissenschaftler haben im Norden Perus die besonders gut erhaltene 1 700 Jahre alte Mumie einer Indio-Herrscherin aus der Vor-Inkazeit entdeckt. Die als „Señora de Cao“ bezeichnete Frau sei 20 bis 25 Jahre alt geworden und mit reichen Grabbeigaben bestattet gewesen, berichtete die Zeitung „El Comercio“.

Der Fund im Tal von Chicama nahe der Pazifikküste in dem Ausgrabungsfeld El Brujo sei in seiner Bedeutung nur mit dem „Señor de Sipán“ zu vergleichen, wurde der Ausgrabungsleiter Régulo Franco zitiert. Der Señor de Sipán, Herrscher des Volkes der Mochica, lebte etwa zur gleichen Zeit wie die „Señora de Cao“. Sein Grab war 1987 bei Lambayeque entdeckt worden.

Die Haut der Frau weise Tätowierungen mit Darstellungen von Schlangen und Spinnen auf. Kultgegenstände aus Gold und Silber in ihrem Grab seien weitere Hinweis darauf, dass der Frau zu Lebzeiten magisch-religiöse Kräfte beigemessen worden seien, schrieb die Zeitung. Die Frau habe die weltliche und religiöse Macht im Tal von Chicama ausgeübt, sagte Franco. Ihre Todesursache stand zunächst nicht fest. Die Wissenschaftler schlossen aber nicht aus, dass ihr früher Tod Folge einer Schwangerschaft gewesen sein könnte.

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