Archäologie
Pfeil und Bogen im Elchtest

Indianer und Ingenieure sind sich offenbar ähnlicher als bisher angenommen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die amerikanischen Ureinwohner ihre traditionelle Waffe genau so entwickelten, wie die Ingenieure es heute tun würden.

HB DÜSSELDORF. Pfeil und Bogen, das erste Fernkampfwaffensystem, wurden bei den nordamerikanischen Ureinwohnern entwickelt wie heutzutage ein High-Tech-Produkt, berichten amerikanische Forscher. So wie heute technische Geräte in langen Versuchsreihen reifen und sich in "Elchtests" bewähren müssen, so wurden auch von den Ureinwohnern Nordamerikas Pfeil und Bogen im Versuch-und-Irrtum-Verfahren immer weiter verfeinert.

Die frühesten technischen Revolutionen der Menschheitsgeschichte fanden in prähistorischen Zeiten statt, von denen nur noch archäologische Fundstücke zeugen. Angefangen hat es mit der Bändigung des Feuers und der Herstellung von Steinwerkzeugen. Später folgten die Erfindung des Speers und die Erfindung des Rades, die neue Transportmöglichkeiten schuf. Und eben die Erfindung von Pfeil und Bogen - in Europa vermutlich vor rund 17 000 Jahren, in Nordamerika erst vor rund 1500 Jahren.

"Archäologen untersuchen schon seit langem die Variationen in den Formen von hergestellten Gegenständen", schreibt R. Lee Lyman von der University of Missouri im "Journal of Archaeological Science", "aber sie verzeichnen die Variationen dann nur als einen Wechsel von der einen Gegenstandsklasse zur nächsten. Dabei beachten sie kaum die innerhalb einer Gegenstandsklasse bestehende Unterschiedlichkeit in der Art."

Lyman und Kollegen haben mehr als 1000 Pfeilspitzen aus drei nordamerikanischen Regionen analysiert. Dabei konnten sie nachweisen, dass die Ureinwohner verschiedene Pfeilspitzenformen und verschiedene Möglichkeiten austesteten, die Spitzen am Pfeilschaft zu befestigen.

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