Archäologie
Sagenumwobenes Heiligtum der Etrusker entdeckt

Jahrhunderte lang haben Archäologen in Mittelitalien nach den Überresten der zentralen heiligen Stätte der Etrusker gesucht - jetzt glauben Experten fündig geworden zu sein.

dpa ORVIETO. Jahrhunderte lang haben Archäologen in Mittelitalien nach den Überresten der zentralen heiligen Stätte der Etrusker gesucht - jetzt glauben Experten fündig geworden zu sein.

Etwa 100 Kilometer nördlich von Rom entdeckten Archäologen der Universität Macerata Überreste von Gräbern und Straßen sowie Bruchstücke von Vasen, berichtete die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ am Freitag. Außerdem fand die Gruppe Votivgaben - Weihgeschenke an die Gottheiten der Etrusker. „Alles spricht dafür, dass es sich um das Heiligtum handelt, nach dem wir gesucht haben“, sagte Simonetta Stopponi, die Leiterin der Ausgrabungen.

Bei der in der Nähe der Stadt Orvieto ausgegrabenen Stätte handele es sich um das sagenumwobene „Fanum Voltumnae“, einen heiligen Ort, an dem sich Priester und Politiker jedes Jahr zur großen Versammlung, dem „Concilium“, getroffen haben. Voltumna gilt als oberste Gottheit der Etrusker. Sechs Jahre intensiver Kleinarbeit investierte Stoppani mit ihren Studenten, bis der sensationelle Durchbruch gekommen sei, erklärte sie.

Die Etrusker gelten bis heute als eines der großen Völker der Antike und lebten von 800 bis 100 v.Chr. in Mittelitalien. Die Herkunft, Geschichte und Sprache der Etrusker steckt heute noch voller Geheimnisse und Rätsel. Nach der Eroberung Etruriens durch die Römer verschwand das hoch entwickelte Volk auf mysteriöse Weise.

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