Archäologie
Stapellauf für Schilfboot „Abora III“

Der Chemnitzer Experimentalarchäologe Dominique Görlitz hat einen wichtigen Schritt für seine geplante Atlantiküberquerung mit einem Schilfboot geschafft. Die „Abora III“ wurde am Wochenende im Hafen von New Jersey erfolgreich zu Wasser gelassen, wie Görlitz am Dienstag mitteilte.

dpa NEW YORK/CHEMNITZ. Der Chemnitzer Experimentalarchäologe Dominique Görlitz hat einen wichtigen Schritt für seine geplante Atlantiküberquerung mit einem Schilfboot geschafft. Die „Abora III“ wurde am Wochenende im Hafen von New Jersey erfolgreich zu Wasser gelassen, wie Görlitz am Dienstag mitteilte.

Bei den ersten Schwimmversuchen sei das Boot zunächst von einem Schleppschiff gezogen worden. Anfang Juli wollen Görlitz und elf Mitstreiter mit dem Schilfboot in See stechen und nach Europa segeln. Vorlage für den Bau des Boots waren jungsteinzeitliche Felszeichnungen.

Görlitz möchte mit dem Experiment nachweisen, dass ein transatlantischer Kontakt zwischen der Alten und der Neuen Welt schon vor etwa 14 000 Jahren möglich war. Die „Abora III“ ist etwa zwölf Meter lang, vier Meter breit und etwa zehn Tonnen schwer. Sie wurde in der traditionellen Bauweise der alten Ägypter von bolivianischen Aymara-Indianern am Titicaca-See gefertigt und nach New York gebracht. Dort wurden die Einzelteile zusammengesetzt.

Mit den ersten Schwimmversuchen sollte getestet werden, ob der Rumpf dicht ist. In den kommenden Tagen stehen laut Görlitz noch viele Konstruktionsarbeiten an, ehe die ersten Segelversuche auf dem Hudson River unternommen werden können. Unter anderem müssen die Ruder angebracht werden.

Der gelernte Biologielehrer Görlitz war bereits 1999 mit einem selbst gebauten Schiff, der „Abora I“, und einer Crew gut 2 200 Kilometer über das Mittelmeer gesegelt. Das Experiment war aus Zeitgründen abgebrochen worden. Mit der „Abora II“ war die Mittelmeerüberquerung 2002 dann gelungen.

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