Forschung + Innovation
Ariane bringt sieben Satelliten ins All

Mit acht Tagen Verspätung ist am Samstag der französische Militärsatellit Helios IIA mit einer Ariane-Rakete in den Weltraum gestartet worden. Der Satellit soll zum Kern einer europäischen Aufklärung aus dem All werden und die Schlagkraft der französischen Streitkräfte stärken.

dpa PARIS/KOUROU. Mit acht Tagen Verspätung ist am Samstag der französische Militärsatellit Helios IIA mit einer Ariane-Rakete in den Weltraum gestartet worden. Der Satellit soll zum Kern einer europäischen Aufklärung aus dem All werden und die Schlagkraft der französischen Streitkräfte stärken.

Premierminister Jean-Pierre Raffarin würdigte Helios als „sehr schönes Beispiel der europäischen Zusammenarbeit in der Hochtechnologie, die Europas strategischen Platz sichert“.

Die europäische Trägerrakete hob um 17.26 Uhr mit Helios sowie sechs Mikrosatelliten vom Raumzentrum Kourou in Französisch-Guyana ab. Eine Stunde später wurde als erster der Spionagesatellit erfolgreich in 700 Kilometern Höhe über Australien ausgesetzt. Es folgten die anderen Satelliten. Um kein Risiko einzugehen, war bei der Rakete des erprobten Typs Ariane-5G noch ein Teil ersetzt worden, dessen baugleicher Zwilling am Boden bei Tests Schwächen gezeigt hatte. Dies hatte den Starttermin verzögert.

Angesichts der Gefahr „terroristischer Anschläge des Typs 11. September“ hatte Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen für den Start erheblich verstärkt. Drei Mirage-Abfangjäger, ein Awacs-Radarflugzeug und ein Tankflugzeug wurden nach Guyana verlegt. Es sei eine „Sicherheitsglocke“ über das Raumfahrtzentrum gelegt worden, erklärte das Verteidigungsministerium.

Helios IIA ist mit hochauflösender Infrarot- und Lichtkamera sowie mit einem Breitfeld-Beobachtungssystem ausgestattet. Er soll ab März 2005 auch nachts bis zu 100 Bilder täglich aus jeder Weltgegend liefern können. Der 4,2 Tonnen schwere Satellit wurde von EADS Astrium France gebaute. Als weitere Nutzlast trug die Ariane vier französische Kleinsatelliten zum Aufspüren von Militärfunk, den französischen Satelliten Parasol zur Erforschung der Treibhausgase in der Atmosphäre und den spanischen Nanosat-01 zur Nutzung der Nanotechnik in der Kommunikation mit Antarktisstationen.

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