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Ariane-Rakete bringt Militär- und TV-Satelliten ins All

Nach einem makellosen Flug hat am frühen Freitagmorgen eine Ariane-Rakete zwei Fernmeldesatelliten auf ihre vorläufigen Umlaufbahnen im Weltraum ausgesetzt. Die Trägerrakete des klassischen Typs Ariane-5 hob gegen 0.32 Uhr Mesz vom Startzentrum Kourou in Französisch-Guyana ab.

dpa KOUROU. Nach einem makellosen Flug hat am frühen Freitagmorgen eine Ariane-Rakete zwei Fernmeldesatelliten auf ihre vorläufigen Umlaufbahnen im Weltraum ausgesetzt. Die Trägerrakete des klassischen Typs Ariane-5 hob gegen 0.32 Uhr Mesz vom Startzentrum Kourou in Französisch-Guyana ab.

Eine halbe Stunde später setzte sie den französischen Militärsatelliten Syracuse 3A aus, der auch der Nato zur Verfügung stehen und die Verbindung zu den Truppen in Afghanistan sichern soll. Kurz darauf wurde der US-Fernsehsatellit Galaxy 15 im Weltraum platziert.

„Dieser Erfolg ermöglicht die Stärkung des Europas der Raumfahrt und der Verteidigung“, sagte der französische Präsident und Oberbefehlshaber Jacques Chirac. Das 1,4 Mrd. Euro teure Syracuse-3-Programm sei ein „grundlegendes Element für die Autonomie der militärischen Einschätzung, Entscheidung und Handlungsfähigkeit“ Frankreichs und Europas. Der 3,725 Tonnen schwere Syracuse 3A mit seinen 600 Bodenstationen hat zehn Mal so viel Übertragungskapazität wie die bisherigen französischen Militärsatelliten. Außerdem soll er gegen elektronische Angriffe gefeit sein. Syracuse 3A soll zwölf Jahre im All bleiben. Mitte 2006 soll der Schwestersatellit Syracuse 3B gestartet werden, im Jahre 2010 soll Syracuse 3C folgen.

Der Chef der Ariane-Betreibergesellschaft Arianespace, Jean-Yves Le Gall, nannte den zeitgleichen Transport zweier Satelliten einen „beispielhaften Erfolg“. In 25 Jahren habe Arianespace 226 Satelliten gestartet, „bei weitem ein Weltrekord“. Zwei Starts seien noch in diesem Jahr geplant, fünf bis sechs 2006. Insgesamt stünden 40 Satellitentransporte noch in den Auftragsbüchern, sagte Le Gall.

Neben Syracuse 3A brachte die Ariane-5 den zwei Tonnen schweren Satelliten Galaxy 15 der amerikanischen Panamsat ins All. Galaxy 15 soll hoch auflösende Fernseh- und Videoprogramme, Telefonate und Internetverkehr übertragen und außerdem den Einsatz des globalen Ortungssystems GPS für Piloten bei Starts und Landungen auf technisch nicht gut ausgestatteten Flugplätzen ermöglichen. Es ist bereits der 20. Satellit, den Panamsat den Europäern zum Start anvertraut hat.

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