Arktis
Belgische Abenteurer erreichen nach 53 Tagen Fußmarsch den Nordpol

Die belgischen Abenteurer Alain Hubert und Dixie Dansercoer haben nach 53 Tagen Fußmarsch den Nordpol erreicht. Ihre Reise durch das arktische Eis gehe aber weiter, berichtete der flämische Rundfunk VRT am Mittwoch in Brüssel.

dpa BRüSSEL. Die belgischen Abenteurer Alain Hubert und Dixie Dansercoer haben nach 53 Tagen Fußmarsch den Nordpol erreicht. Ihre Reise durch das arktische Eis gehe aber weiter, berichtete der flämische Rundfunk VRT am Mittwoch in Brüssel.

3 200 ihrer insgesamt 4 300 Kilometer langen Strecke von Sibirien nach Grönland lägen noch vor ihnen. Neben sportlichem Ehrgeiz treibt Hubert und Dansercoer auch wissenschaftliches Interesse an: Im Internationalen Polar-Jahr helfen sie bei der Untersuchung des Pol-Klimas. So messen sie beispielsweise täglich die Dicke des Schnees.

Die beiden Männer in ihren gelben Wetterjacken erlebten mehrfach gefährliche Situationen. In einer Nacht wurden sie von lautem Krachen geweckt, heißt es in ihrem Reisebericht im Internet. Sie erkundeten die Lage und stellten fest, dass sich ein acht Meter breiter Spalt im Eis ihrem Lager bis auf zehn Meter genähert hatte. Solche Wasserrinnen öffneten und schlössen sich in unvorhersehbarer Weise. In jener Nacht brachen Hubert und Dansercoer ihre Lagerstätte binnen zehn Minuten ab, um an anderer Stelle weiterzuschlafen.

In der folgenden Nacht trieben sie den Angaben zufolge mit dem Packeis zwölf Kilometer nach Süden, obwohl sie eigentlich zum Nordpol wollten. Zum Glück folgte ein Tag mit mildem Wetter, so dass sie den Rückstand wieder aufholen konnten. Die Abenteurer hatten aber auch mit Sturm und starkem Schneefall zu kämpfen. Bei solchem Wetter brach Alain Hubert plötzlich durch die dünne Eisdecke: Sein Bein steckte bis zum Knie im eiskalten Wasser. An einem anderen Tag ihrer Reise konnten sie kaum 20 bis 50 Meter weit sehen.

Die Nordpol-Wanderer seien aber guten Mutes und erlebten unvergessliche Augenblicke, heißt es in der jüngsten Ausgabe ihres Reiseberichts weiter. So blickte Alain Hubert beim Überqueren einer Rinne im Eis auf eine türkisfarbene Wasserfläche zwei Meter tiefer. Das Wasser sei so klar gewesen, dass er die Formen des Eises am Grund der Rinne erkennen konnte: „Es war ein wundervoller Anblick.“ Auf der englischsprachigen Webseite, die sich besonders an Kinder wendet, lässt sich die Reise nachvollziehen: www.educapoles.org.

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