Artensterben
Die Bedrohtesten der Bedrohten

Saola-Wildrind, Kap-Gespenstfrosch und Java-Nashorn - sie alle könnte es bald nicht mehr geben. Naturschützer haben eine Liste mit 100 Arten veröffentlicht, die am stärksten vom Aussterben bedroht sind.
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Cheju/BerlinDas Tarzan-Chamäleon, der Kalifornische Schweinswal oder das Zwergfaultier könnten nach Ansicht von Experten schon bald aussterben. Eine Liste mit den hundert am stärksten bedrohten Arten hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Dienstag bei ihrem Kongress auf der südkoreanischen Insel Cheju veröffentlicht.

„Alle aufgelisteten Spezies sind einzigartig und nicht zu ersetzen. Wenn sie verschwinden, kann sie kein Geld mehr wiederbringen“, betonte die Mitverfasserin der Liste, Ellen Butcher von der Zoologischen Gesellschaft von London (ZSL).

Zwergfaultiere sind ausschließlich auf einer kleinen Insel vor der Küste Panamas beheimatet. Erst vor zwei Jahren hatten Forscher von der Entdeckung einer neuen Chamäleonart berichtet, die sie nach dem Fantasie-Dschungelhelden Tarzan benannten. Das Tier lebt in den Regenwäldern Madagaskars.

Auf der Liste der am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten stehen auch das Saola-Wildrind, der Zagros-Molch, das Java-Nashorn, der in Südafrika vorkommende Kap-Gespenstfrosch und Meerengel, die zu den Haien zählen.

Doch in dem IUCN-Bericht mit dem Titel „Unbezahlbar oder wertlos?“ sind nicht nur Tierarten aufgelistet - auch Pflanzen und Pilze könnten bald für immer verschwinden. So wächst der Pilz Cryptomyces maximus nur in einem kleinen Gebiet im britischen Wales.

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