Asteroid Vesta

Fast ein richtiger Planet

Der Asteroid Vesta hat einige Ähnlichkeit mit Planeten wie unserer Erde. Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, dem fernen Brocken einige seiner Geheimnisse zu entlocken - nicht zuletzt dank deutscher Technik.
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Als die Raumsonde Dawn die ersten Bilder von Vesta zur Erde funkte, fielen den Forschern sofort zahlreiche Furchen auf, die wie von einem Pflug gezogen den Asteroiden umspannen. Die Vertiefungen sind mehrere hundert Kilometer lang, bis zu 15 Kilometer breit und über einen Kilometer tief. Quelle: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Als die Raumsonde Dawn die ersten Bilder von Vesta zur Erde funkte, fielen den Forschern sofort zahlreiche Furchen auf, die wie von einem Pflug gezogen den Asteroiden umspannen. Die Vertiefungen sind mehrere hundert Kilometer lang, bis zu 15 Kilometer breit und über einen Kilometer tief.

(Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)

DüsseldorfZum „richtigen“ Planeten hat es nicht ganz gereicht: Trotzdem zeigt Vesta, der mit 530 Kilometern Durchmesser zweitmassivste Asteroid unseres Sonnensystems, zahlreiche Eigenschaften eines Planeten. Das ist eines von mehreren bedeutenden Ergebnissen der Nasa-Mission Dawn, die jetzt im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht wurden.

„Vesta hat mehr Ähnlichkeit mit dem Mond als mit anderen Asteroiden“, erklärt Ralf Jaumann vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Sein innerer Aufbau, die Vielzahl geologischer Oberflächenformen, die unterschiedliche Zusammensetzung und vor allem die durch Materialverlagerungen veränderte Oberfläche sprechen für eine planetenähnliche Entwicklungsgeschichte.“

Jaumann leitet das Dawn-Wissenschaftsteam des DLR und ist einer der Erstautoren der Science-Veröffentlichungen. Die DLR-Planetenforscher werteten die Bilder eines Kamerasystems aus, das vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung gemeinsam mit dem DLR für Dawn entwickelt wurde.

„Diese Kamera liefert perfekte, hoch aufgelöste Bilder von Vesta“, so Jaumann. „Völlig unerwartet war die Entdeckung von mehrere hundert Kilometer langen Furchen, die, wie mit einem gigantischen Pflug gezogen, zum einen parallel zum Äquator, zum anderen schräg dazu verlaufen.“ Sie gehen auf zwei gewaltige Einschläge auf dem Asteroiden zurück, deren Spuren die Forscher nahe des Südpols von Vesta entdeckten.

Die gewaltigen Einschläge erschütterten Vesta durch und durch. Zurück blieben zwei sich gegenseitig fast überdeckende Einschlagsbecken, die nach den Priesterinnen Rheasilvia und Veneneia der römischen Göttin Vesta benannt wurden.

Vesta hat einiges aushalten müssen
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