Asteroideneinschläge
Der Hagel aus dem All wird dichter

Ist es heute wahrscheinlicher als vor 20 Millionen Jahren, dass die Erde von einem Geschoss aus dem All getroffen wird? Forscher haben das Einschlagsrisiko neu untersucht - und einen beunruhigenden Trend aufgespürt.
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DüsseldorfEs war ein Killer von globalem Ausmaß, der vor 65 Millionen Jahren im Gebiet der Halbinsel Yucatan im heutigen Mexiko niederging. Seine enorme Zerstörungskraft, entsprechend 100 Millionen Megatonnen TNT, bedeutete das Aus für zahllose Tier- und Pflanzenarten – allen voran die Dinosaurier, deren Vorherrschaft auf der Erde ein jähes Ende fand.

Doch der Asteroid, der den riesigen Chicxulub-Krater vor der Küste Yucatans verursachte, war beileibe nicht der einzige Massenkiller aus dem All. Fast 200 Krater auf der Erdoberfläche, einige davon Hunderte von Kilometern im Durchmesser, sind uns als Zeugen kosmischer Zusammenstöße erhalten geblieben. Und die größten dieser Geschosse verursachten Massensterben, die sich bis heute in den Ablagerungen vergangener Erdzeitalter nachweisen lassen.

Lange haben Wissenschaftler darüber gerätselt, ob sich die Wahrscheinlichkeit für Asteroideneinschläge im Lauf der Erdgeschichte verändert hat. Manche Forscher glauben, aus den Einschlagspuren ein regelmäßiges Muster ablesen zu können, in dem die Wahrscheinlichkeit für Geschosse aus dem All über Millionen Jahre hinweg periodisch zu- und wieder abnimmt.

Einer der Mechanismen, die für solch periodische Variationen vorgeschlagen wurden, ist die Bewegung unseres Sonnensystems relativ zur Scheibenebene unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Bei dieser Bewegung verändert sich der Schwereeinfluss, den die umliegenden Sterne auf die Objekte in der Oort'schen Wolke ausüben – eine gigantische Ansammlung riesiger Brocken aus Eis und Staub, die das Sonnensystem im Abstand von rund einem Lichtjahr umhüllt. Aufgrund dieser Veränderungen verlassen einmal mehr, dann wieder weniger Objekte die Oort'sche Wolke und machen sich als Kometen auf den Weg in das innere Sonnensystem – und damit auf möglichen Kollisionskurs mit der Erde.

Spektakulärer ist die Annahme, unsere Sonne besäße einen bislang noch nicht direkt nachgewiesenen Begleitstern, der provisorisch auf den Namen „Nemesis“ getauft wurde. Nemesis, so die Vermutung, sollte eine lang gestreckte Umlaufbahn besitzen, die sie mit der Zeit immer wieder in die Nähe der Oort'schen Wolke führen und dadurch wiederum die Anzahl der Kometen beeinflussen würde, die Kurs auf die Erde nehmen.

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Traditionelle Statistik führt in die falsche Richtung

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