Asteroidengürtel um Epsilon Eridiani
Ein junger Verwandter des Sonnensystems

Astronomen haben zwei Asteroidengürtel um den nahen Stern Epsilon Eridiani entdeckt. Das System ähnelt unserem eigenen Sonnensystem in jungen Jahren. Science-Fiction-Fans dürfte diese Nachricht nicht überraschen.

HB PASADENA. Gleich zwei Astroidengürtel haben Nasa-Forscher in einem Nachbar-Sonnensystem entdeckt. Das System um den jungen Stern Epsilon Eridani ähnele vermutlich unserem eigenen Sonnensystem in einer frühen Phase seiner Entwicklung, heißt es in einer Meldung des Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena (Kalifornien). Entdeckt wurden die auffälligen Formationen mit dem Weltraumteleskop Spitzer.

Der rund 10 Lichtjahre entfernte Epsilon Eridani gilt als sonnennächster Stern mit einem Planetensystem. Er ist etwas kleiner und kühler als die Sonne, mit einem Alter von rund 800 Millionen Jahren aber deutlich jünger als unser gut 4,5 Milliarden Jahre altes Zentralgestirn. Frühere Beobachtungen hatten ergeben, dass Epsilon Eridani von mindestens zwei Planeten umkreist wird. Darüber hinaus hatten Planetenforscher einen Kometengürtel nachgewiesen ähnlich dem Kuiper-Gürtel, der unser Sonnensystem umgibt.

Anders als dieser überwiegend von Eisklumpen bevölkerte Kometengürtel bestehen die jetzt nachgewiesenen Formationen aus Asteroiden - großen Gesteins- oder Metallbrocken, die vermutlich aus der Entstehungszeit des Sternsystems übrig geblieben sind. Solche Asteroiden gelten als Keimzellen künftiger Planeten: Nach gängiger Theorie bilden sich Gesteinsplaneten wie die Erde durch Kollisionen dieser Brocken.

Auch aus dem Asteroidengürtel unseres Sonnensystems, der sich zwischen Mars und Jupiter erstreckt, hätte sich ein solcher Planet bilden können. Dass es nicht dazu kam, lag aller Wahrscheinlichkeit nach an der starken Gravitation des Planetenriesen Jupiter, der das Material beständig aufmischte und so ein Verklumpen der Asteroiden verhinderte.

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