Astonauten geschockt über Ausmaß der Umweltschäden auf der Erde
Bush würdigt Erfolg der „Discovery“

Die US-Weltraumbehörde NASA hat wenige Stunden nach der erfolgreichen Landung der Weltraumfähre „Discovery“ ihre Pläne wegen technischer Probleme erneut ändern müssen: Der für Mittwoch geplante Start einer Mars-Sonde musste um mindestens einen Tag verschoben werden.

HB MIAMI. Notwendig sei noch einmal eine Überprüfung verschiedener für den Start wichtiger Mechanismen. Die Navigationskontrolle der Trägerrakete Atlas-V müsse nochmals getestet werden, teilte die Nasa mit. An einer ähnlichen Rakete des Herstellers Lockheed Martin sei zuvor ein Fehler an dem Steuerungselement festgestellt worden. Die Sonde könne nun frühestens am Donnerstag zwischen 11:50 Uhr und 13:35 Uhr MESZ vom Luftwaffenstützpunkt in Cape Canaveral starten. Sie soll in den kommenden Jahren um dem Mars kreisen, seine Oberfläche untersuchen und klären, ob es auf dem Nachbarplaneten der Erde lang genug Wasser für die Entstehung von Leben gab. Eine weitere Aufgabe besteht in der Suche nach geeigneten Landeplätzen für Roboter und Menschen auf dem Roten Planeten.

Die zwei Tonnen schwere und sechseinhalb Meter große Sonde soll im März 2006 die Mars-Umlaufbahn erreichen. Ausgestattet mit der größten je bei einer Planeten-Erkundung eingesetzten Kamera soll sie dann den Mars umkreisen und Fotos sowie Radaraufnahmen machen. Mars-Forschungen haben ergeben, dass es auf der Oberfläche des Planeten Wasser gab. Vom „Mars Reconnaissance Orbiter“ erhoffen sich die Wissenschaftler nun Aufschluss darüber, wo es herkam, ob es darin Leben gab und ob der Planet sich für einen menschlichen Außenposten eignet.

Die Nasa glaubt, dass die Sonde dank ihrer Ausstattung mit hoch empfindlichen Instrumenten einzigartige Daten über Bodenbeschaffenheit und Klima übermitteln wird. Die Mission kostet Nasa-Angaben zufolge 720 Mill. Dollar (584 Mill. €).

Die Astronauten der US-Weltraumfähre „Discovery“ zeigten sich derweil geschockt vom Ausmaß der Umweltschäden auf der Erde. Diese habe man auf ihrer Mission mit bloßem Auge erkennen können, sagte „Discovery“-Kommandantin Eileen Collins auf der ersten Pressekonferenz nach ihrer geglückten Heimkehr zur Erde am Dienstag auf dem Edwards-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien. Sie sei sehr ernüchtert über die Zeichen von Umweltzerstörung in Afrika gewesen. Sie habe große Wald- und Buschbrände, entwaldete Gebiete sowie starke Erosionen sehen können, berichtete Collins. Viele Flüsse seine braun statt blau gewesen.

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